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1989 · 9. Nov. 1989

Fall der Berliner Mauer

Ein Zettel, ein Missverständnis, eine Nacht: Die Grenze öffnet sich und Berlin feiert.

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  1. KI-Szene: Kerzen und Transparente im Herbst 1989

    1 · Herbst 1989 · KI-Rekonstruktion

    Flucht und Friedliche Revolution

    Der 9. November hat eine Vorgeschichte: Ausreisen über Ungarn und die Prager Botschaft, Montagsdemonstrationen und der Ruf nach freien Wahlen setzen die SED unter Druck. Am 9. Oktober demonstrieren in Leipzig etwa 70.000 Menschen friedlich. Am 18. Oktober wird Erich Honecker abgelöst; am 4. November folgt die große Demonstration auf dem Alexanderplatz. Der Mauerfall ist nicht nur das Ergebnis eines Versprechers, sondern auch dieser gesellschaftlichen Bewegung.

    Redaktionelle Erläuterung · Forschungsbeleg

    Redaktionelle Zusammenfassung auf Grundlage der verlinkten Quellen; kein zeitgenössisches Originaldokument.

    Einordnung: Flucht und Friedliche Revolution · Herbst 1989
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  2. KI-Szene: Ein Entwurf im Ministerium

    2 · 09.11. · tagsüber · KI-Rekonstruktion

    Eine neue Reiseregelung entsteht

    Eine Arbeitsgruppe erarbeitet eine Übergangsregelung: Privatreisen sollen ohne besondere Reiseanlässe beantragt werden können; dauerhafte Ausreisen sollen auch über die Grenze nach West-Berlin möglich werden. Visa und Verwaltungsverfahren bleiben im Text vorgesehen. Die Veröffentlichung der Pressemitteilung ist für den nächsten Morgen vorgesehen – nicht eine sofortige, kontrollfreie Grenzöffnung am Abend.

    Redaktionelle Erläuterung · Forschungsbeleg

    Redaktionelle Zusammenfassung auf Grundlage der verlinkten Quellen; kein zeitgenössisches Originaldokument.

    Einordnung: Eine neue Reiseregelung entsteht · 09.11. · tagsüber
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  3. KI-Szene: Die Pressekonferenz beginnt

    3 · 18:00 · KI-Rekonstruktion

    Die Pressekonferenz beginnt

    Im Internationalen Pressezentrum in der Mohrenstraße berichtet Günter Schabowski über die Beratungen des SED-Zentralkomitees. Das DDR-Fernsehen überträgt live. Schabowski hat die neue Vorlage erhalten, kennt ihre praktische Umsetzung jedoch nicht im Detail. Erst gegen Ende der Konferenz wird nach dem Reisegesetz gefragt.

    Redaktionelle Erläuterung · Forschungsbeleg

    Redaktionelle Zusammenfassung auf Grundlage der verlinkten Quellen; kein zeitgenössisches Originaldokument.

    Einordnung: Die Pressekonferenz beginnt · 18:00
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    Kein eigenes Archivobjekt an dieser Station. Der Quellenbezug öffnet den überlieferten Text oder die Forschung; das Bild ist eine Rekonstruktion.

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  4. KI-Szene: Blättern im Sprechzettel

    4 · ca. 18:53–18:57 · KI-Rekonstruktion

    „Sofort, unverzüglich“

    Riccardo Ehrman fragt nach dem Reisegesetzentwurf; weitere Journalisten fragen nach dem Inkrafttreten. Schabowski liest aus der Vorlage und antwortet schließlich: „Das tritt nach meiner Kenntnis … ist das sofort, unverzüglich.“ Er erwähnt auch Berlin (West). Die Ton-Abschrift setzt beim Fragenblock um 18:52:40 Uhr ein; deshalb ist die bekannte Aussage hier als Zeitspanne statt als sekundengenauer Moment angegeben.

    Redaktionelle Erläuterung · Forschungsbeleg

    Redaktionelle Zusammenfassung auf Grundlage der verlinkten Quellen; kein zeitgenössisches Originaldokument.

    Einordnung: „Sofort, unverzüglich“ · ca. 18:53–18:57
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  5. KI-Szene: Die Nachricht im Ost-Berliner Wohnzimmer

    5 · 20:00 · KI-Rekonstruktion

    Die Nachricht erreicht die Wohnzimmer

    Nach Agenturmeldungen verbreiten Ost- und Westfernsehen die neue Reiseregelung. Die Tagesschau berichtet um 20 Uhr. Viele Ost-Berliner verstehen die Nachricht als Erlaubnis, sofort in den Westen zu gehen, und machen sich mit ihren Ausweisen auf den Weg. Die Grenzposten besitzen zu diesem Zeitpunkt keinen entsprechenden Befehl zur allgemeinen Öffnung.

    Redaktionelle Erläuterung · Forschungsbeleg

    Redaktionelle Zusammenfassung auf Grundlage der verlinkten Quellen; kein zeitgenössisches Originaldokument.

    Einordnung: Die Nachricht erreicht die Wohnzimmer · 20:00
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  6. KI-Szene: Vor dem geschlossenen Schlagbaum

    6 · ca. 20:30–21:00 · KI-Rekonstruktion

    Warten an der Bornholmer Straße

    Am Übergang Bornholmer Straße sammeln sich immer mehr Menschen. Sie berufen sich auf Schabowskis Worte und rufen „Tor auf!“. Die Passkontrolleure unter Leitung von Harald Jäger telefonieren mit Vorgesetzten, erhalten aber keine klare Lösung. Auch an anderen Berliner Übergängen wächst der Andrang. Bornholmer Straße ist ein Grenzübergang an der Bösebrücke – nicht am Brandenburger Tor.

    Redaktionelle Erläuterung · Forschungsbeleg

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    Einordnung: Warten an der Bornholmer Straße · ca. 20:30–21:00
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  7. KI-Szene: Stempel über dem Lichtbild

    7 · ca. 21:20 · KI-Rekonstruktion

    Die riskante „Ventillösung“

    Einzelne besonders drängende Bürger werden zunächst durchgelassen. Ihre Ausweise werden so gestempelt, dass sie nach dem Willen der Behörden nicht zurückkehren sollen – ohne dass dies den Betroffenen klar erklärt wird. Diese sogenannte Ventillösung mindert den Druck nicht dauerhaft. Noch ist das keine allgemeine Reisefreiheit; die Menge wächst weiter.

    Redaktionelle Erläuterung · Forschungsbeleg

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    Einordnung: Die riskante „Ventillösung“ · ca. 21:20
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  8. KI-Szene: Ein Nachrichtenstudio am späten Abend

    8 · 22:42 · KI-Rekonstruktion

    Tagesthemen: „Die Mauer ist offen“

    Hanns Joachim Friedrichs eröffnet die Tagesthemen mit der Nachricht, die DDR-Grenzen seien ab sofort für jedermann geöffnet. Die Formulierung ist der Lage an vielen Übergängen voraus: Dort wird noch kontrolliert oder die Öffnung steht aus. Die Fernsehnachrichten verstärken jedoch die Erwartung, dass man jetzt passieren darf, und weitere Menschen kommen zur Grenze.

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    Einordnung: Tagesthemen: „Die Mauer ist offen“ · 22:42
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  9. KI-Szene: Der erste Weg nach Westen

    9 · ca. 23:30 · KI-Rekonstruktion

    Bornholmer Straße öffnet vollständig

    Angesichts des anhaltenden Andrangs lässt Harald Jäger die Kontrollen einstellen. Tausende Menschen gehen über die Bösebrücke nach West-Berlin. Das Haus der Geschichte nennt 23:29 Uhr, andere Chronologien runden auf 23:30 Uhr. Entscheidend ist: Dieser Übergang öffnet zuerst unbeschränkt; die Berliner Mauer verschwindet nicht in einem einzigen Augenblick und wird nicht in dieser Nacht vollständig abgebaut.

    Redaktionelle Erläuterung · Forschungsbeleg

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    Einordnung: Bornholmer Straße öffnet vollständig · ca. 23:30
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  10. KI-Szene: Blumen und Sekt

    10 · 10.11. · nach 00:00 · KI-Rekonstruktion

    Weitere Übergänge folgen

    Im Verlauf der Nacht öffnen weitere Grenzübergänge. West-Berliner begrüßen die Besucher; viele Menschen kehren nach ihrem ersten Ausflug wieder nach Hause zurück. Am Brandenburger Tor feiern Menschen auf der Mauer. Das Tor selbst bleibt als regulärer Übergang noch geschlossen: Seine offizielle Öffnung folgt erst am 22. Dezember.

    Redaktionelle Erläuterung · Forschungsbeleg

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    Einordnung: Weitere Übergänge folgen · 10.11. · nach 00:00
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  11. KI-Szene: Begegnungen am Morgen danach

    11 · 10.11. · morgens · KI-Rekonstruktion

    Besuche, Visa und lange Schlangen

    Am Morgen wird die neue Regelung veröffentlicht. Vor Pass- und Meldestellen bilden sich Schlangen; an Berliner und innerdeutschen Übergängen kommt es zu großem Andrang. Manche besuchen Verwandte, andere sehen erstmals West-Berliner Straßen und Geschäfte. Die politische Zukunft ist offen: Grenzöffnung und deutsche Wiedervereinigung sind zwei verschiedene Ereignisse.

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    Einordnung: Besuche, Visa und lange Schlangen · 10.11. · morgens
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  12. KI-Szene: Durch das Brandenburger Tor

    12 · 22.12.1989 · KI-Rekonstruktion

    Das Brandenburger Tor öffnet

    Helmut Kohl und Hans Modrow nehmen an der Öffnung des Brandenburger Tors teil. Erst jetzt wird an diesem symbolischen Ort ein Übergang geschaffen. Weitere Mauerabschnitte werden in den folgenden Monaten abgebaut. Die staatliche Einheit erfolgt am 3. Oktober 1990 – nicht bereits am 9. November 1989.

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    Einordnung: Das Brandenburger Tor öffnet · 22.12.1989
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  13. KI-Szene: Segmente am Kran

    13 · 13.06.1990 · KI-Rekonstruktion

    Der offizielle Abriss beginnt

    Nachdem Mauerspechte monatelang Stücke abgeschlagen haben, beginnen DDR-Grenztruppen an der Bernauer Straße mit dem planmäßigen Abriss. Bis Ende 1990 verschwindet der größte Teil der innerstädtischen Mauer; einzelne Abschnitte bleiben als Denkmal erhalten.

    Redaktionelle Erläuterung · Forschungsbeleg

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    Einordnung: Der offizielle Abriss beginnt · 13.06.1990
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  14. KI-Szene: Schlange vor dem Bankschalter

    14 · 01.07.1990 · KI-Rekonstruktion

    Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion

    Die D-Mark wird in der DDR offizielles Zahlungsmittel. Löhne und Renten werden 1:1 umgestellt, Ersparnisse bis 2.000/4.000/6.000 Mark (nach Alter) 1:1, darüber 2:1. Die Einheit beginnt wirtschaftlich, bevor sie staatlich vollzogen ist – mit großen Hoffnungen und späteren Brüchen.

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    Einordnung: Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion · 01.07.1990
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  15. KI-Szene: Unterzeichnung in Moskau

    15 · 12.09.1990 · KI-Rekonstruktion

    Der Zwei-plus-Vier-Vertrag

    In Moskau unterzeichnen beide deutsche Staaten und die vier Siegermächte den Vertrag über die abschließende Regelung in Bezug auf Deutschland. Er regelt Grenzen, Truppenstärke und volle Souveränität.

    Redaktionelle Erläuterung · Forschungsbeleg

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    Einordnung: Der Zwei-plus-Vier-Vertrag · 12.09.1990
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  16. KI-Szene: Feuerwerk am Reichstag

    16 · 03.10.1990 · KI-Rekonstruktion

    Tag der Deutschen Einheit

    Um Mitternacht tritt die DDR der Bundesrepublik bei. Vor dem Reichstag feiern Hunderttausende. Die Teilung ist staatlich beendet – elf Monate nach der Maueröffnung.

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    Einordnung: Tag der Deutschen Einheit · 03.10.1990
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  17. KI-Szene: Ein Gerichtssaal der 1990er

    17 · 1991–2004 · KI-Rekonstruktion

    Mauerschützenprozesse

    Gerichte verhandeln Todesschüsse an der Grenze – gegen Soldaten, Kommandeure und Mitglieder der DDR-Führung. Die Verfahren fragen, ob Befehle und DDR-Recht Tötungen rechtfertigen konnten. Mindestens 140 Menschen starben an der Berliner Mauer. Nur wenige Urteile endeten mit Haft ohne Bewährung, u. a. für Heinz Keßler (1993) und Egon Krenz (1997).

    Redaktionelle Erläuterung · Forschungsbeleg

    Redaktionelle Zusammenfassung auf Grundlage der verlinkten Quellen; kein zeitgenössisches Originaldokument.

    Einordnung: Mauerschützenprozesse · 1991–2004
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  18. KI-Szene: Stahlstangen auf dem Mauerstreifen

    18 · 1998 / 2014 · KI-Rekonstruktion

    Gedenkstätte Bernauer Straße

    An der Bernauer Straße entsteht ab 1998 die zentrale Gedenkstätte: erhaltener Grenzstreifen, Wachturm, Kapelle der Versöhnung und Stahlstangen entlang des früheren Mauerverlaufs. Seit 2014 ist das Außengelände vollständig.

    Redaktionelle Erläuterung · Forschungsbeleg

    Redaktionelle Zusammenfassung auf Grundlage der verlinkten Quellen; kein zeitgenössisches Originaldokument.

    Einordnung: Gedenkstätte Bernauer Straße · 1998 / 2014
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  19. KI-Szene: Die Lichtgrenze an der Spree

    19 · 09.11.2014 · KI-Rekonstruktion

    Die Lichtgrenze

    Zum 25. Jahrestag markieren rund 8.000 leuchtende Ballons auf etwa 15 Kilometern den einstigen Mauerverlauf. Am Abend des 9. November steigen sie nacheinander auf. Erinnerung wird zur gemeinsamen Erfahrung im Stadtraum.

    Redaktionelle Erläuterung · Forschungsbeleg

    Redaktionelle Zusammenfassung auf Grundlage der verlinkten Quellen; kein zeitgenössisches Originaldokument.

    Einordnung: Die Lichtgrenze · 09.11.2014
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Brandenburger Tor: 22.12.1989 und 2019

1989 · Grenzöffnung
1989 · Grenzöffnung
2019 · heute
2019 · heute
  • Peer Grimm / Bundesarchiv, Bild 183-1989-1222-016 · CC BY-SA 3.0 DE
  • Dietmar Rabich · CC BY-SA 4.0

Audioguide · 8 Kapitel

KI-Sprecher · Bilder: KI-Rekonstruktionen, keine historischen Aufnahmen

  1. 1 · Herbst 1989Herbst 1989: Flucht und Protest

    Bild: KI-Rekonstruktion, keine historische Aufnahme

    Willkommen in Berlin, im Herbst neunzehnhundertneunundachtzig. Seit achtundzwanzig Jahren teilt die Mauer die Stadt.

    Über Ungarn und die Botschaften in Prag und Warschau verlassen Zehntausende die DDR. Gleichzeitig gehen in Leipzig, Berlin und vielen anderen Städten Menschen auf die Straße. Am vierten November sprechen auf dem Alexanderplatz Redner vor einer riesigen Menge.

    Die SED-Führung steht unter Druck. Sie arbeitet an einer neuen Reiseregelung, um die Lage zu beruhigen.

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  2. 2 · ca. 18:53–18:57Die Pressekonferenz: „sofort, unverzüglich“

    Bild: KI-Rekonstruktion, keine historische Aufnahme

    Neunter November, achtzehn Uhr. Politbüro-Mitglied Günter Schabowski gibt im Internationalen Pressezentrum eine Pressekonferenz, die live im Fernsehen übertragen wird.

    Kurz vor sieben liest er von einem Zettel die neue Reiseregelung vor. Auf die Frage, ab wann sie gelte, antwortet er sinngemäß: nach seiner Kenntnis sofort, unverzüglich.

    Eigentlich sollte die Regelung erst am nächsten Morgen gelten und Visa voraussetzen. Das Missverständnis verändert die Nacht.

    Quelle zur Station
  3. 3 · 20:00Die Nachricht erreicht die Wohnzimmer

    Bild: KI-Rekonstruktion, keine historische Aufnahme

    Um zwanzig Uhr meldet die Tagesschau, die DDR öffne ihre Grenze. Viele Ost-Berliner sehen Westfernsehen und verstehen: Jetzt kann man rüber.

    Um zweiundzwanzig Uhr zweiundvierzig sagt Moderator Hanns Joachim Friedrichs in den Tagesthemen, die Tore in der Mauer stünden weit offen. Zu diesem Zeitpunkt stimmte das noch nicht – aber es treibt weitere Menschen an die Grenze.

    Quelle zur Station
  4. 4 · ca. 20:30–21:00Warten an der Bornholmer Straße

    Bild: KI-Rekonstruktion, keine historische Aufnahme

    Am Grenzübergang Bornholmer Straße drängen sich ab dem Abend immer mehr Menschen. Die Grenzer haben keine Befehle für diese Lage.

    Gegen einundzwanzig Uhr zwanzig beginnt die sogenannte Ventillösung: Einzelne dürfen ausreisen, ihre Pässe werden heimlich ungültig gestempelt. Sie sollen nicht zurückkehren dürfen.

    Quelle zur Station
  5. 5 · ca. 23:30Die Mauer ist offen

    Bild: KI-Rekonstruktion, keine historische Aufnahme

    Gegen halb zwölf entscheidet Stasi-Oberstleutnant Harald Jäger, der die Passkontrolle leitet: Die Kontrollen werden eingestellt, der Schlagbaum geht auf.

    Tausende gehen über die Bösebrücke nach West-Berlin. In den Stunden danach öffnen auch andere Übergänge. Kein Schuss fällt.

    Quelle zur Station
  6. 6 · 22.12.1989Das Brandenburger Tor öffnet

    Bild: KI-Rekonstruktion, keine historische Aufnahme

    Am zweiundzwanzigsten Dezember neunzehnhundertneunundachtzig öffnet das Brandenburger Tor als Übergang. Schon vorher klopfen „Mauerspechte“ Stücke aus der Mauer.

    Quelle zur Station
  7. 7 · 13.06.1990Der Abriss und die Einheit

    Bild: KI-Rekonstruktion, keine historische Aufnahme

    Am dreizehnten Juni neunzehnhundertneunzig beginnt an der Bernauer Straße der offizielle Abriss der Grenzanlagen.

    Am dritten Oktober desselben Jahres ist Deutschland wiedervereinigt. Nur wenige Abschnitte der Mauer bleiben als Denkmal stehen.

    Quelle zur Station
  8. 8 · 09.11.2014Erinnern: Bernauer Straße und Lichtgrenze

    Bild: KI-Rekonstruktion, keine historische Aufnahme

    Heute erinnert die Gedenkstätte an der Bernauer Straße an die Teilung und an die Menschen, die an der Mauer starben.

    Zum fünfundzwanzigsten Jahrestag zeichnet die Lichtgrenze zweitausendvierzehn den Mauerverlauf mit leuchtenden Ballons nach, die in den Nachthimmel steigen. Damit endet unser Rundgang. Die Originaldokumente findest du im Mauerfall-Archiv.

    Quelle zur Station

Originalquellen · 30

Jede Quelle mit Datum, Urheber, Lizenz und Einordnung. Der Link führt zum Original im Archiv.

  • Originalscan: Ministerratsvorlage und Pressemitteilung

    09.11.1989 · Eine neue Reiseregelung entsteht

    Redaktionelle Ersatzansicht · kein Originalscan
    KI-Kontextbild zur Station

    Bild: KI-Kontextrekonstruktion, nicht das Dokument. Der folgende eigene Text erläutert die Station und ersetzt keine Abschrift.

    Eine Arbeitsgruppe erarbeitet eine Übergangsregelung: Privatreisen sollen ohne besondere Reiseanlässe beantragt werden können; dauerhafte Ausreisen sollen auch über die Grenze nach West-Berlin möglich werden. Visa und Verwaltungsverfahren bleiben im Text vorgesehen. Die Veröffentlichung der Pressemitteilung ist für den nächsten Morgen vorgesehen – nicht eine sofortige, kontrollfreie Grenzöffnung am Abend.

    Mehrseitiger Originalscan der Vorlage zur Reiseregelung und zugehöriger Unterlagen. Nicht mit Schabowskis handschriftlichem Sprechzettel verwechseln. Der PDF-Scan bleibt beim Quellenanbieter; es wird keine freie Bildlizenz behauptet.

    Rechte beim Archiv / Rights held by the archive · BStU, MfS, Arbeitsbereich Neiber Nr. 553, Bl. 15–19 · Chronik der Mauer

    Original im Archiv öffnen
  • Original: Schabowskis handschriftlicher Sprechzettel

    09.11.1989 · „Sofort, unverzüglich“

    Redaktionelle Ersatzansicht · kein Originalscan
    KI-Kontextbild zur Station

    Bild: KI-Kontextrekonstruktion, nicht das Dokument. Der folgende eigene Text erläutert die Station und ersetzt keine Abschrift.

    Riccardo Ehrman fragt nach dem Reisegesetzentwurf; weitere Journalisten fragen nach dem Inkrafttreten. Schabowski liest aus der Vorlage und antwortet schließlich: „Das tritt nach meiner Kenntnis … ist das sofort, unverzüglich.“ Er erwähnt auch Berlin (West). Die Ton-Abschrift setzt beim Fragenblock um 18:52:40 Uhr ein; deshalb ist die bekannte Aussage hier als Zeitspanne statt als sekundengenauer Moment angegeben.

    Original vom 9. November 1989, seit 2015 in der Sammlung des Hauses der Geschichte. Urheber: Günter Schabowski; Objektfoto: Axel Thünker. Seine Notizen erinnern an das Verlesen der Reiseregelung; die Reiseregelung selbst steht auf einer separaten Vorlage. Bildnutzung nicht als CC-lizenziert ausgewiesen.

    Rechte beim Archiv / Rights held by the archive · Stiftung Haus der Geschichte · EB-Nr. 2015/01/0001.1

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  • Reiseregelung: Wortlaut und Bedeutung

    09.–10.11.1989 · Eine neue Reiseregelung entsteht

    Redaktionelle Ersatzansicht · kein Originalscan
    KI-Kontextbild zur Station

    Bild: KI-Kontextrekonstruktion, nicht das Dokument. Der folgende eigene Text erläutert die Station und ersetzt keine Abschrift.

    Eine Arbeitsgruppe erarbeitet eine Übergangsregelung: Privatreisen sollen ohne besondere Reiseanlässe beantragt werden können; dauerhafte Ausreisen sollen auch über die Grenze nach West-Berlin möglich werden. Visa und Verwaltungsverfahren bleiben im Text vorgesehen. Die Veröffentlichung der Pressemitteilung ist für den nächsten Morgen vorgesehen – nicht eine sofortige, kontrollfreie Grenzöffnung am Abend.

    Kurzes Originalzitat aus der überlieferten Pressemitteilung, mit redaktioneller Einordnung. Die englische Übersetzung stammt von Time Travel Atlas und ist kein Originaltext.

    ADN-Mitteilung, abgedruckt in Neues Deutschland, 10.11.1989 · Chronik der Mauer

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  • Ton-Abschrift: die entscheidende Antwort

    09.–10.11.1989 · „Sofort, unverzüglich“

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    Bild: KI-Kontextrekonstruktion, nicht das Dokument. Der folgende eigene Text erläutert die Station und ersetzt keine Abschrift.

    Riccardo Ehrman fragt nach dem Reisegesetzentwurf; weitere Journalisten fragen nach dem Inkrafttreten. Schabowski liest aus der Vorlage und antwortet schließlich: „Das tritt nach meiner Kenntnis … ist das sofort, unverzüglich.“ Er erwähnt auch Berlin (West). Die Ton-Abschrift setzt beim Fragenblock um 18:52:40 Uhr ein; deshalb ist die bekannte Aussage hier als Zeitspanne statt als sekundengenauer Moment angegeben.

    Eine nachträgliche, wissenschaftliche Ton-Abschrift der Originalaufnahme. Kein handschriftlicher Originalzettel und kein offizielles Sitzungsprotokoll.

    Hans-Hermann Hertle · Transkription des Kamera- und Tonmitschnitts · Chronik der Mauer

    Original im Archiv öffnen
  • Sprechzettel: Erinnerung an den Ministerratsbeschluss

    09.–10.11.1989 · „Sofort, unverzüglich“

    Redaktionelle Ersatzansicht · kein Originalscan
    KI-Kontextbild zur Station

    Bild: KI-Kontextrekonstruktion, nicht das Dokument. Der folgende eigene Text erläutert die Station und ersetzt keine Abschrift.

    Riccardo Ehrman fragt nach dem Reisegesetzentwurf; weitere Journalisten fragen nach dem Inkrafttreten. Schabowski liest aus der Vorlage und antwortet schließlich: „Das tritt nach meiner Kenntnis … ist das sofort, unverzüglich.“ Er erwähnt auch Berlin (West). Die Ton-Abschrift setzt beim Fragenblock um 18:52:40 Uhr ein; deshalb ist die bekannte Aussage hier als Zeitspanne statt als sekundengenauer Moment angegeben.

    Kurze Zitate aus der vom Museum veröffentlichten Objekttranskription. Handschrift und Originalfoto können beim Museum betrachtet werden.

    Haus der Geschichte · Objekttranskription · EB-Nr. 2015/01/0001.1

    Original im Archiv öffnen
  • Brief: Egon Krenz an Michail Gorbatschow, 10. November 1989

    10.11.1989 · Besuche, Visa und lange Schlangen

    Redaktionelle Ersatzansicht · kein Originalscan
    KI-Kontextbild zur Station

    Bild: KI-Kontextrekonstruktion, nicht das Dokument. Der folgende eigene Text erläutert die Station und ersetzt keine Abschrift.

    Am Morgen wird die neue Regelung veröffentlicht. Vor Pass- und Meldestellen bilden sich Schlangen; an Berliner und innerdeutschen Übergängen kommt es zu großem Andrang. Manche besuchen Verwandte, andere sehen erstmals West-Berliner Straßen und Geschäfte. Die politische Zukunft ist offen: Grenzöffnung und deutsche Wiedervereinigung sind zwei verschiedene Ereignisse.

    Echter historischer Brief, hier als kurzer Auszug aus der veröffentlichten englischen Übersetzung. Der Katalog nennt Russisch als Ausgangssprache. Die Zahlen sind Krenz’ damalige Angaben an Gorbatschow, keine unabhängig bestätigte Statistik. Die vollständige Übersetzung und Rechtehinweise stehen beim Archiv; kein deutscher Originalbrief wird nachgebildet.

    Egon Krenz · Wilson Center Digital Archive / University of Maryland · CWIHP Archives · Record 118701

    Original im Archiv öffnen
  • Aktenvermerk: Gespräch Duisberg–Glienke, 10. November 1989

    10.11.1989 · Gesprächsbeginn 14:30 Uhr · Besuche, Visa und lange Schlangen

    Redaktionelle Ersatzansicht · kein Originalscan
    KI-Kontextbild zur Station

    Bild: KI-Kontextrekonstruktion, nicht das Dokument. Der folgende eigene Text erläutert die Station und ersetzt keine Abschrift.

    Am Morgen wird die neue Regelung veröffentlicht. Vor Pass- und Meldestellen bilden sich Schlangen; an Berliner und innerdeutschen Übergängen kommt es zu großem Andrang. Manche besuchen Verwandte, andere sehen erstmals West-Berliner Straßen und Geschäfte. Die politische Zukunft ist offen: Grenzöffnung und deutsche Wiedervereinigung sind zwei verschiedene Ereignisse.

    Amtlicher Gesprächsvermerk vom 10. November, veröffentlicht in der wissenschaftlichen Edition von 1998. Kein Wortprotokoll und kein nächtliches Grenzpostenprotokoll. Die PDF-Ausgabe ist eine Editionswiedergabe aus den Akten, kein Scan der ursprünglichen Handschrift. Vollständiger Text und Anlage Nr. 79A beim Bundesarchiv; Editionsrechte: Walter de Gruyter, 1998.

    RD Schlemm · Bundeskanzleramt · Bundesarchiv · BArch B 136/20496 · Dokumente zur Deutschlandpolitik, Nr. 79, S. 502–503

    Original im Archiv öffnen
  • Ministerratsbeschluss: Anlage Nr. 79A „Zur neuen Reiseregelung“

    Beschluss 09.11.1989 · übergeben 10.11.1989 · Eine neue Reiseregelung entsteht

    Redaktionelle Ersatzansicht · kein Originalscan
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    Eine Arbeitsgruppe erarbeitet eine Übergangsregelung: Privatreisen sollen ohne besondere Reiseanlässe beantragt werden können; dauerhafte Ausreisen sollen auch über die Grenze nach West-Berlin möglich werden. Visa und Verwaltungsverfahren bleiben im Text vorgesehen. Die Veröffentlichung der Pressemitteilung ist für den nächsten Morgen vorgesehen – nicht eine sofortige, kontrollfreie Grenzöffnung am Abend.

    Überlieferter Beschlusstext als Anlage zum amtlichen Gesprächsvermerk. Die Genehmigungen und Visa bleiben vorgesehen; der Wortlaut ist nicht identisch mit einer kontrollfreien Grenzöffnung. Kurzes Zitat aus dem Editionsabdruck, kein nachgebautes Amtsdokument. Vollständige vier Punkte stehen auf Seite 504 des verlinkten Archiv-PDF.

    Ministerrat der DDR · Bundesarchiv · Dokumente zur Deutschlandpolitik, Nr. 79A, S. 504

    Original im Archiv öffnen
  • Demonstration in Gera

    Demonstration in Gera

    09.11.1989 · Flucht und Friedliche Revolution

    Noch am Tag des Mauerfalls gehen in vielen Städten der DDR Menschen auf die Straße. Funktionäre der SED stellen sich der Menge – der Druck auf die Führung ist enorm.

    Jan Peter Kasper · CC BY-SA 3.0 DE · Bundesarchiv, Bild 183-1989-1109-036

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  • Friedensgebet in der Salvatorkirche

    Friedensgebet in der Salvatorkirche

    09.11.1989 · Flucht und Friedliche Revolution

    Die Kirchen wurden 1989 zu Schutzräumen der Opposition. Aus Friedensgebeten entstanden die großen Demonstrationen des Herbstes.

    Jan Peter Kasper · CC BY-SA 3.0 DE · Bundesarchiv, Bild 183-1989-1109-037

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  • Internationales Pressezentrum, Mohrenstraße

    Internationales Pressezentrum, Mohrenstraße

    09.11.1989, 18:53 · „Sofort, unverzüglich“

    Politbüro-Sprecher Günter Schabowski informiert Journalisten in einer live übertragenen Pressekonferenz über neue Reiseregelungen.

    Thomas Lehmann · CC BY-SA 3.0 DE · Bundesarchiv, Bild 183-1989-1109-030

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  • Schlange für Visa-Stempel, Marchlewskistraße

    Schlange für Visa-Stempel, Marchlewskistraße

    10.11.1989 · Besuche, Visa und lange Schlangen

    Am Morgen bilden sich vor den Meldestellen der Volkspolizei lange Schlangen: Jeder will den Stempel für die Ausreise.

    Bernd Settnik · CC BY-SA 3.0 DE · Bundesarchiv, Bild 183-1989-1110-022

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  • Grenzübergang Chausseestraße

    Grenzübergang Chausseestraße

    10.11.1989 · Besuche, Visa und lange Schlangen

    Auch an anderen Übergängen strömen Menschen in beide Richtungen. Viele kehren nach dem ersten Besuch noch in der Nacht zurück.

    Rainer Mittelstädt · CC BY-SA 3.0 DE · Bundesarchiv, Bild 183-1989-1110-025

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  • Grenzübergang Invalidenstraße

    Grenzübergang Invalidenstraße

    10.11.1989 · Besuche, Visa und lange Schlangen

    Trabis rollen in den Westen – begrüßt von applaudierenden West-Berlinern.

    Ralph Hirschberger · CC BY-SA 3.0 DE · Bundesarchiv, Bild 183-1989-1110-041

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  • DDR-Besucher in West-Berlin

    DDR-Besucher in West-Berlin

    10.11.1989 · Besuche, Visa und lange Schlangen

    Erster Bummel über den Ku'damm, 100 DM Begrüßungsgeld, Bananen und Südfrüchte – Bilder, die um die Welt gingen.

    Bernd Settnik · CC BY-SA 3.0 DE · Bundesarchiv, Bild 183-1989-1110-036

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  • Bahnhof Friedrichstraße

    Bahnhof Friedrichstraße

    10.11.1989 · Besuche, Visa und lange Schlangen

    Der „Tränenpalast“, jahrzehntelang Ort schmerzhafter Abschiede, wird zum Tor in den Westen.

    Bernd Settnik · CC BY-SA 3.0 DE · Bundesarchiv, Bild 183-1989-1110-044

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  • Stau am Grenzübergang Wartha

    Stau am Grenzübergang Wartha

    10.11.1989 · Besuche, Visa und lange Schlangen

    Nicht nur in Berlin: Auch an der innerdeutschen Grenze stauen sich kilometerlang Autos Richtung Westen.

    Jürgen Ludwig · CC BY-SA 3.0 DE · Bundesarchiv, Bild 183-1989-1110-038

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  • Politiker bei der Öffnung des Brandenburger Tors

    Politiker bei der Öffnung des Brandenburger Tors

    22.12.1989 · Das Brandenburger Tor öffnet

    Helmut Kohl und Hans Modrow gehen im Regen gemeinsam durch das Tor – das Symbol der Teilung wird zum Symbol der Einheit.

    SSgt. F. Lee Corkran (US DoD) · Public Domain · U.S. Department of Defense

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  • Ein Kran entfernt Mauersegmente

    Ein Kran entfernt Mauersegmente

    Dez. 1989 · Das Brandenburger Tor öffnet

    Segment für Segment wird die Mauer am Tor abgetragen. Viele Teile stehen heute in Museen weltweit.

    SSgt. F. Lee Corkran (US DoD) · Public Domain · U.S. Department of Defense

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  • Ost und West auf der Mauer

    Ost und West auf der Mauer

    1989 · Das Brandenburger Tor öffnet

    Menschen aus beiden Teilen der Stadt feiern gemeinsam auf der Mauerkrone vor dem Tor.

    Unbekannt · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

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  • Originalton: Schabowskis vollständige Pressekonferenz

    09.11.1989 · „Sofort, unverzüglich“

    Redaktionelle Ersatzansicht · kein Originalscan
    KI-Kontextbild zur Station

    Bild: KI-Kontextrekonstruktion, nicht das Dokument. Der folgende eigene Text erläutert die Station und ersetzt keine Abschrift.

    Riccardo Ehrman fragt nach dem Reisegesetzentwurf; weitere Journalisten fragen nach dem Inkrafttreten. Schabowski liest aus der Vorlage und antwortet schließlich: „Das tritt nach meiner Kenntnis … ist das sofort, unverzüglich.“ Er erwähnt auch Berlin (West). Die Ton-Abschrift setzt beim Fragenblock um 18:52:40 Uhr ein; deshalb ist die bekannte Aussage hier als Zeitspanne statt als sekundengenauer Moment angegeben.

    Die vollständige Originaltonaufnahme der Pressekonferenz ist im SWR-Player hörbar; die entscheidende Antwort fällt gegen Ende. Keine KI-Stimme und keine nachgesprochene Lesung. Ohne bestätigte Wiedergabefreigabe bleibt die Aufnahme beim Sender.

    Rechte beim Sender / Rights held by broadcaster · SWR Kultur · Archivradio

    Original im Archiv öffnen
  • Die Berliner Mauer um 1990

    Die Berliner Mauer um 1990

    Juli 1990 · Der offizielle Abriss beginnt

    Mauerabschnitt im Sommer 1990, als Mauerspechte und der offizielle Abriss die Grenzanlage Stück für Stück öffneten. Genauer Abschnitt laut Commons-Beschreibung; nicht der erste Abrisstag.

    Dietmar Rabich · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

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  • Mark der DDR und D-Mark

    Mark der DDR und D-Mark

    24.04.1990 · Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion

    Bundesarchiv-Foto der beiden Währungen wenige Wochen vor der Währungsunion vom 1. Juli 1990.

    Peer Grimm · CC BY-SA 3.0 de · Bundesarchiv · Wikimedia Commons

    Original im Archiv öffnen
  • Unterschriften unter dem Zwei-plus-Vier-Vertrag

    Unterschriften unter dem Zwei-plus-Vier-Vertrag

    12.09.1990 · Der Zwei-plus-Vier-Vertrag

    Signaturseite des Vertrags über die abschließende Regelung in Bezug auf Deutschland, unterzeichnet in Moskau von den sechs Außenministern.

    Roland Dumas, Eduard Shevardnadze, Douglas Hurd, James Baker · Public domain · Wikimedia Commons

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  • Bundesflagge vor dem Reichstag

    Bundesflagge vor dem Reichstag

    03.10.1990 · Tag der Deutschen Einheit

    Bundesarchiv-Foto vom Tag der Deutschen Einheit: die Flagge vor dem Reichstagsgebäude.

    Peer Grimm · CC BY-SA 3.0 de · Bundesarchiv · Wikimedia Commons

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  • Gedenkstätte Berliner Mauer, Bernauer Straße

    Gedenkstätte Berliner Mauer, Bernauer Straße

    14.05.2017 · Gedenkstätte Bernauer Straße

    Heutiges Erscheinungsbild der Gedenkstätte mit Grenzstreifen-Markierungen und Stahlstäben, die den früheren Mauerverlauf nachzeichnen.

    Ansgar Koreng · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

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  • Lichtgrenze am 9. November 2014

    Lichtgrenze am 9. November 2014

    09.11.2014 · Die Lichtgrenze

    Leuchtende Ballons markieren zum 25. Jahrestag den früheren Mauerverlauf.

    Commons-Uploader (Fotografin mit Erlaubnis) · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

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  • Vertrag über die abschließende Regelung in Bezug auf Deutschland

    12.09.1990 · Der Zwei-plus-Vier-Vertrag

    Redaktionelle Ersatzansicht · kein Originalscan
    KI-Kontextbild zur Station

    Bild: KI-Kontextrekonstruktion, nicht das Dokument. Der folgende eigene Text erläutert die Station und ersetzt keine Abschrift.

    In Moskau unterzeichnen beide deutsche Staaten und die vier Siegermächte den Vertrag über die abschließende Regelung in Bezug auf Deutschland. Er regelt Grenzen, Truppenstärke und volle Souveränität.

    Vollständiger Vertragstext des Zwei-plus-Vier-Vertrags. Wortlaut beim Archiv; hier keine Abschrift.

    Auswärtiges Amt · Originalvertrag

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  • Einigungsvertrag (EinigVtr)

    31.08.1990 · Tag der Deutschen Einheit

    Redaktionelle Ersatzansicht · kein Originalscan
    KI-Kontextbild zur Station

    Bild: KI-Kontextrekonstruktion, nicht das Dokument. Der folgende eigene Text erläutert die Station und ersetzt keine Abschrift.

    Um Mitternacht tritt die DDR der Bundesrepublik bei. Vor dem Reichstag feiern Hunderttausende. Die Teilung ist staatlich beendet – elf Monate nach der Maueröffnung.

    Amtliche Fassung des Vertrags über die Herstellung der Einheit Deutschlands, in Kraft mit dem Beitritt am 3. Oktober 1990.

    Bundesministerium der Justiz · gesetze-im-internet.de

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  • BVerfGE 95, 96 – Mauerschützen

    24.10.1996 · Mauerschützenprozesse

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    Bild: KI-Kontextrekonstruktion, nicht das Dokument. Der folgende eigene Text erläutert die Station und ersetzt keine Abschrift.

    Gerichte verhandeln Todesschüsse an der Grenze – gegen Soldaten, Kommandeure und Mitglieder der DDR-Führung. Die Verfahren fragen, ob Befehle und DDR-Recht Tötungen rechtfertigen konnten. Mindestens 140 Menschen starben an der Berliner Mauer. Nur wenige Urteile endeten mit Haft ohne Bewährung, u. a. für Heinz Keßler (1993) und Egon Krenz (1997).

    Beschluss des Bundesverfassungsgerichts zur Strafbarkeit der Todesschüsse an der Grenze; bestätigte Verurteilungen trotz DDR-Grenzgesetz.

    Bundesverfassungsgericht · DFR Universität Bern

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