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ca. 23:30

Bornholmer Straße öffnet vollständig

Angesichts des anhaltenden Andrangs lässt Harald Jäger die Kontrollen einstellen. Tausende Menschen gehen über die Bösebrücke nach West-Berlin. Das Haus der Geschichte nennt 23:29 Uhr, andere Chronologien runden auf 23:30 Uhr. Entscheidend ist: Dieser Übergang öffnet zuerst unbeschränkt; die Berliner Mauer verschwindet nicht in einem einzigen Augenblick und wird nicht in dieser Nacht vollständig abgebaut.

Fotografien und Bildnachweise

Für diese Station liegt kein eigenes lizenziertes Originalfoto vor. Die folgenden Bilder zeigen den historischen Kontext, nicht diesen genauen Moment.

Demonstration in Gera

Demonstration in Gera

09.11.1989 · Gera, Thüringen

Jan Peter Kasper · Bundesarchiv, Bild 183-1989-1109-036 · CC BY-SA 3.0 DE

Friedensgebet in der Salvatorkirche

Friedensgebet in der Salvatorkirche

09.11.1989 · Gera, Salvatorkirche

Jan Peter Kasper · Bundesarchiv, Bild 183-1989-1109-037 · CC BY-SA 3.0 DE

Schauplatz der Station

Bösebrücke: Schlagbaum offen · Orientierungspunkt; bei übergreifenden Ereignissen ein stellvertretender Schauplatz, kein metergenauer Ereignisnachweis. Der Mauerverlauf ist vereinfacht.

Dokumente und Quellen zur Station

Quelle zur Station öffnen ↗
Verifiziertes Archiv

Zeitzeugenbericht: Andreas Falge

Stiftung Haus der Geschichte · Zeitzeugenportal

Verifiziertes Archiv

Zeitzeugenbericht: Andree Kaiser

Stiftung Haus der Geschichte · Zeitzeugenportal

Beteiligte Personen

Harald Jäger (1943–)

Stellvertretender Leiter der Passkontrolleinheit am Grenzübergang Bornholmer Straße (Oberstleutnant der Staatssicherheit)

Ließ gegen 23:30 Uhr ohne Befehl von oben den Schlagbaum öffnen, weil er die wachsende Menge nicht mehr gefahrlos zurückhalten konnte – der erste Übergang, der vollständig öffnete.