Zeitzeugenbericht: Andreas Falge
Stiftung Haus der Geschichte · Zeitzeugenportal
ca. 23:30
Angesichts des anhaltenden Andrangs lässt Harald Jäger die Kontrollen einstellen. Tausende Menschen gehen über die Bösebrücke nach West-Berlin. Das Haus der Geschichte nennt 23:29 Uhr, andere Chronologien runden auf 23:30 Uhr. Entscheidend ist: Dieser Übergang öffnet zuerst unbeschränkt; die Berliner Mauer verschwindet nicht in einem einzigen Augenblick und wird nicht in dieser Nacht vollständig abgebaut.
Für diese Station liegt kein eigenes lizenziertes Originalfoto vor. Die folgenden Bilder zeigen den historischen Kontext, nicht diesen genauen Moment.

09.11.1989 · Gera, Thüringen
Jan Peter Kasper · Bundesarchiv, Bild 183-1989-1109-036 · CC BY-SA 3.0 DE

09.11.1989 · Gera, Salvatorkirche
Jan Peter Kasper · Bundesarchiv, Bild 183-1989-1109-037 · CC BY-SA 3.0 DE
Bösebrücke: Schlagbaum offen · Orientierungspunkt; bei übergreifenden Ereignissen ein stellvertretender Schauplatz, kein metergenauer Ereignisnachweis. Der Mauerverlauf ist vereinfacht.
Stiftung Haus der Geschichte · Zeitzeugenportal
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Stellvertretender Leiter der Passkontrolleinheit am Grenzübergang Bornholmer Straße (Oberstleutnant der Staatssicherheit)
Ließ gegen 23:30 Uhr ohne Befehl von oben den Schlagbaum öffnen, weil er die wachsende Menge nicht mehr gefahrlos zurückhalten konnte – der erste Übergang, der vollständig öffnete.