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79 · 79 n. Chr. · Datum umstritten

Ausbruch des Vesuv · Pompeji

Eine römische Stadt, zwei Briefe und eine Katastrophe: Entdecke Pompejis Alltag, den Ausbruch und die Spuren seiner Bewohner.

  • Originalquellen
  • KI-Bilder
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Quellen- & Kartenquiz
  1. KI-Rekonstruktion: Wiederaufbau nach dem Beben

    1 · 62 / 63 · KI-Rekonstruktion

    Eine Stadt im Wiederaufbau

    Ein schweres Erdbeben beschädigte Pompeji lange vor dem Ausbruch. Als die Stadt 79 verschüttet wurde, waren manche Häuser und öffentliche Bauten noch in Reparatur. Nicht jede Baustelle lässt sich jedoch allein auf dieses Beben zurückführen: Ausbauten, wechselnde Eigentümer und spätere Erschütterungen gehören ebenfalls zur Geschichte der Stadt.

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  2. KI-Rekonstruktion: eine bewohnte Straße

    2 · 79 · KI-Rekonstruktion

    Straßen, Brot & Hausgötter

    Pompeji war eine bewohnte römische Stadt, kein stilles Museum. Werkstätten, Garküchen und Häuser lagen dicht nebeneinander. Wandmalereien und Kultnischen zeigen Wohlstand, religiöse Vorstellungen und den Alltag; zugleich erzählen sie wenig direkt über die Stimmen versklavter Menschen. Der konkrete Ablauf des letzten Morgens ist nicht überliefert.

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  3. KI-Rekonstruktion: Eine Kohlemarkierung an der Wand

    3 · 79 · ? · KI-Rekonstruktion

    August oder Oktober?

    Der traditionelle 24. August stammt aus der Textüberlieferung von Plinius. Eine Kohleinschrift im Haus mit dem Garten nennt dagegen den 17. Oktober und spricht im Fundkontext für einen späteren Ausbruch. Sie nennt selbst kein Jahr und beweist nicht den 24. Oktober als Ausbruchstag. Hier bleibt das genaue Datum ausdrücklich offen.

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  4. KI-Rekonstruktion: die aufsteigende Säule

    4 · Tag 1 · KI-Rekonstruktion

    Eine Wolke wie eine Pinie

    Plinius der Jüngere beobachtete die ungewöhnliche Wolke von Misenum aus, auf der anderen Seite des Golfs. Sein Vergleich mit einer Pinie beschreibt eine hohe Säule mit einer sich ausbreitenden Krone. Erst später wusste er, dass sie vom Vesuv kam. Sein Brief enthält Beobachtung und rückblickende Deutung, keinen Messbericht.

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  5. KI-Rekonstruktion: Beobachter in Misenum

    5 · Tag 1 · KI-Rekonstruktion

    Die Flotte läuft aus

    Plinius der Ältere, Flottenkommandant in Misenum, wollte die Erscheinung zunächst näher untersuchen. Nach einer Hilfsbitte Rectinas ließ er mehrere Schiffe auslaufen. Der Brief beschreibt, wie wissenschaftliche Neugier in einen Rettungsversuch überging. Er erlaubt keine vollständige Bilanz der Geretteten und keine sichere Rekonstruktion aller Schiffswege.

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  6. KI-Rekonstruktion: Wenn Bims zur Dachlast wird

    6 · Stunden später · KI-Rekonstruktion

    Bimsregen über Pompeji

    Poröse Bimssteine und Asche häuften sich in Straßen und Höfen. Mit zunehmender Last wurden Dächer gefährlich; einstürzende Bauteile konnten bereits in dieser Phase Menschen töten. Der Ausbruch war kein einzelner Schlag. Die Schichten im Boden zeigen wechselnde Prozesse, die Pompeji und andere Orte unterschiedlich trafen.

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  7. KI-Rekonstruktion: Ein Weg aus der Stadt

    7 · Tag 1 → 2 · KI-Rekonstruktion

    Bleiben oder fliehen?

    Menschen mussten ohne modernes Wissen über Vulkanrisiken entscheiden: Haus, Straße, Küste oder offenes Land? Familie, Besitz, körperliche Möglichkeiten und versperrte Wege konnten eine Rolle spielen. Plinius schildert eine Flucht aus Misenum; archäologische Funde belegen Tote und mitgeführte Gegenstände. Eine für ganz Pompeji dokumentierte Evakuierung gibt es nicht.

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  8. KI-Rekonstruktion: Zuflucht an Herculaneums Küste

    8 · Im Verlauf · KI-Rekonstruktion

    Herculaneums Küste

    In den Gewölben am antiken Strand von Herculaneum fanden Archäologen ungefähr 300 Skelette. Viele Menschen hatten persönliche Gegenstände bei sich. Die Funde passen zu Flucht oder Zuflucht an der Küste; sie verraten nicht jede individuelle Absicht. Herculaneum wurde anders verschüttet als Pompeji und bewahrte ungewöhnlich viel organisches Material.

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  9. KI-Rekonstruktion: Eine bodennahe Aschewolke

    9 · Tag 2 · KI-Rekonstruktion

    Heiße pyroklastische Ströme

    Heiße Gemische aus Gas, Asche und Gestein erreichten die Siedlungen. Sie sind keine Lavaflüsse. Zusammen mit dem vorherigen Bimsfall erklären sie die komplexe Verschüttung. Temperaturen, Geschwindigkeiten und genaue Ankunftszeiten werden aus Befunden rekonstruiert; nicht jede Person starb auf dieselbe Weise und nicht alle Orte wurden gleichzeitig getroffen.

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  10. KI-Rekonstruktion: Der Weg zum Strand von Stabiae

    10 · Tag 2 · KI-Rekonstruktion

    Plinius stirbt bei Stabiae

    Plinius der Ältere war bei Pomponianus in Stabiae. Wind und Seegang verhinderten die Abfahrt; die Gruppe versuchte schließlich, zum Strand zu gelangen. Er brach dort zusammen. Der Neffe hörte von diesen letzten Stunden erst später. Seine Erklärung der Todesursache ist eine Vermutung, keine nachträglich gesicherte medizinische Diagnose.

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  11. KI-Rekonstruktion: Erinnerung wird zum Brief

    11 · um 106–107 · KI-Rekonstruktion

    Zwei Briefe an Tacitus

    Mehr als zwei Jahrzehnte nach dem Ausbruch schrieb Plinius an den Historiker Tacitus. Brief 6.16 behandelt seinen Onkel, Brief 6.20 seine eigenen Erfahrungen mit seiner Mutter. Antike Originalhandschriften sind nicht erhalten; wir lesen einen durch Abschriften überlieferten Text. Die Briefe sind die zentrale erhaltene schriftliche Augenzeugenquelle, nicht Stimmen aus Pompejis Straßen.

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  12. KI-Rekonstruktion: Die ersten Grabungen

    12 · 1738 / 1748 · KI-Rekonstruktion

    Ausgrabung statt Zeitkapsel

    Systematische Ausgrabungen begannen in Herculaneum 1738 und in Pompeji 1748. Frühe Grabungen suchten häufig Kunstwerke und Objekte für Sammlungen; später rückten Stadtstrukturen und Fundzusammenhänge stärker in den Mittelpunkt. Die heutige Ansicht ist durch Ausgrabung, Restaurierung und Verlust geprägt, nicht eine unveränderte Momentaufnahme von 79.

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  13. KI-Rekonstruktion: Die Technik hinter den Abgüssen

    13 · 1863 → · KI-Rekonstruktion

    Was ein Abguss zeigt

    Giuseppe Fiorelli ließ ab 1863 Hohlräume in verfestigten Ablagerungen mit Gips füllen. Die Hohlräume waren nach dem Zerfall von Körpern entstanden. Abgüsse sind keine versteinerten Menschen und beweisen weder Namen noch Familienbeziehungen. Die Darstellung gilt verstorbenen Menschen; Gefühle und letzte Worte lassen sich aus einer Haltung nicht ablesen.

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  14. KI-Rekonstruktion: Eine Straße wird dokumentiert

    14 · 1924–1961 · KI-Rekonstruktion

    Maiuri: die Stadt als Ganzes

    Mit Amedeo Maiuris Leitung ab 1924 wurden große Teile Pompejis untersucht. Straßen, Häuser und Gewerberäume ließen sich nun stärker als zusammenhängende Stadt betrachten. Ausgrabung bedeutete jedoch zugleich, schützende Ablagerungen zu entfernen: Neue Erkenntnisse schufen neue Erhaltungsaufgaben.

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  15. KI-Rekonstruktion: Verluste dokumentieren

    15 · 1943 · KI-Rekonstruktion

    Bombenschäden und Wiederaufbau

    Im August und September 1943 trafen alliierte Bomben auch Pompejis archäologische Stätte. Antike Bauten und Museumsräume wurden beschädigt; das Antiquarium verlor eine Galerie und Teile seiner Sammlung. Damit kam zur Katastrophe von 79 eine moderne Zerstörungsgeschichte hinzu.

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  16. KI-Rekonstruktion: Eine ganze Stätte schützen

    16 · 1997 · KI-Rekonstruktion

    Welterbe: mehr als Pompeji

    1997 nahm die UNESCO die „Archäologischen Gebiete von Pompeji, Herculaneum und Torre Annunziata“ in die Welterbeliste auf. Der Eintrag umfasst mehrere Teilbereiche, darunter die Villen von Oplontis, und nicht nur Pompejis Stadtgebiet. Die Kriterien iii, iv und v würdigen das außergewöhnliche Zeugnis antiker Gesellschaft, Baukultur und Siedlungsformen.

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  17. KI-Rekonstruktion: Wände pflegen, Wasser ableiten

    17 · ab 2012 · KI-Rekonstruktion

    Erhalten statt nur freilegen

    Das Grande Progetto Pompei rückte in den frühen 2010er-Jahren Sicherung, Restaurierung und Management in den Mittelpunkt. Europäische Unterstützung half bei einem umfangreichen Programm für eine gefährdete Stätte. „Ab 2012“ bezeichnet hier die Projektphase, nicht den Abschluss aller Arbeiten.

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  18. KI-Rekonstruktion: Die Bäckerei als Forschungsort

    18 · 2023–2024 · KI-Rekonstruktion

    Regio IX: Arbeit, Abhängigkeit, Baustellen

    2023 begannen neue stratigraphische Untersuchungen in Regio IX, Insula 10, im Zusammenhang mit Sicherungsarbeiten. Im Haus IX 10,1 lagen Wohnräume mit Malereien des Vierten Stils neben einem Produktionsbereich mit Bäckerei. Drei Opfer wurden in einem Raum entdeckt; ihre Fundlage ist nicht mit einer vollständigen persönlichen Biografie gleichzusetzen.

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  19. KI-Rekonstruktion: Forschung mit kleinen Spuren

    19 · Heute · KI-Rekonstruktion

    Neue Funde, offene Fragen

    Die Kohleinschrift, renovierte Wohnräume und neue Untersuchungen verändern das Bild von Pompeji. Organische Funde aus Herculaneum ergänzen es um Türen, Möbel, Textilien und Schriftträger. Forschung kombiniert Texte, Schichten und Objekte, statt eine Quelle für alles sprechen zu lassen. Unsicherheit ist dabei Teil der Geschichte, kein Fehler, den eine KI mit erfundenen Details schließen darf.

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Forum von Pompeji: 19. Jahrhundert und 2016

19. Jh. · Fotografie
19. Jh. · Fotografie
2016
2016
  • Rijksmuseum, RP-F-F01182-J · CC0
  • Sarahhoa · CC BY-SA 2.0

Audioguide · 8 Kapitel

KI-Sprecher · Bilder: KI-Rekonstruktionen, keine historischen Aufnahmen

  1. 1 · 79Eine Landstadt am Golf

    Bild: KI-Rekonstruktion, keine historische Aufnahme

    Willkommen in Pompeji. Wir stehen in einer römischen Landstadt am Golf von Neapel, im ersten Jahrhundert nach Christus. Hier lebten wohl einige tausend Menschen – genaue Zahlen kennt die Forschung nicht.

    An den Wänden stehen gemalte Wahlaufrufe. In den Straßen liegen Bäckereien, Garküchen, Werkstätten und Hausheiligtümer. Viele Bewohner waren Freigelassene oder Versklavte – auch ihre Arbeit hielt die Stadt am Laufen.

    Das Erdbeben von zweiundsechzig hatte Schäden hinterlassen. Siebzehn Jahre später wurde an manchen Häusern noch gebaut. Niemand ahnte, dass der Vesuv ein Vulkan war, der bald ausbrechen würde.

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  2. 2 · 79 · ?August oder Oktober?

    Bild: KI-Rekonstruktion, keine historische Aufnahme

    Lange galt der vierundzwanzigste August neunundsiebzig als Datum des Ausbruchs. So steht es in vielen Handschriften der Pliniusbriefe.

    Eine Kohleinschrift, 2018 in Regio fünf entdeckt, und Funde wie Herbstfrüchte sprechen eher für den Oktober. Die Frage ist nicht endgültig entschieden – wir sprechen deshalb vom Herbst neunundsiebzig.

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  3. 3 · Tag 1Eine Wolke wie eine Pinie

    Bild: KI-Rekonstruktion, keine historische Aufnahme

    Mittags beobachtet der siebzehnjährige Plinius der Jüngere vom Kap Misenum aus eine riesige Wolke über dem Golf. Später beschreibt er sie in einem Brief an den Historiker Tacitus.

    Er vergleicht ihre Form mit einer Pinie: ein hoher Stamm, oben weit verzweigt. Heute nennen Vulkanologen diesen Typ nach ihm eine plinianische Eruption.

    Sein Onkel, Plinius der Ältere, befehligt die römische Flotte in Misenum. Er lässt Schiffe zu Wasser – zuerst aus Neugier, dann als Rettungsfahrt, nachdem ein Hilferuf eintrifft.

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  4. 4 · Stunden späterBimsregen: Bleiben oder fliehen?

    Bild: KI-Rekonstruktion, keine historische Aufnahme

    Über Pompeji regnet stundenlang heller Bimsstein. Die Schicht wächst auf über zwei Meter. Dächer brechen unter dem Gewicht ein.

    Viele Menschen fliehen in dieser Phase – wie viele, wissen wir nicht. Andere bleiben, suchen Schutz in Räumen oder kehren zurück, um Besitz zu holen. Jede Entscheidung war unter Unsicherheit getroffen.

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  5. 5 · Tag 2Die pyroklastischen Ströme

    Bild: KI-Rekonstruktion, keine historische Aufnahme

    Am Morgen des zweiten Tages bricht die Eruptionssäule zusammen. Glühende Wolken aus Gas, Asche und Gestein rasen die Hänge hinab – schneller, als ein Mensch laufen kann.

    Zuerst trifft es Herculaneum an der Küste, dann Pompeji. Wer noch in der Stadt ist, überlebt die Hitze nicht. Plinius der Ältere stirbt am Strand von Stabiae.

    Was wir über die Menschen dieser Stunden wissen, stammt aus Funden und Fundlagen – nicht aus Augenzeugenberichten aus Pompeji selbst. Einzelne Lebensgeschichten bleiben Vermutung.

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  6. 6 · 1738 / 1748Wiederentdeckung ab 1748

    Bild: KI-Rekonstruktion, keine historische Aufnahme

    Gut sechzehnhundert Jahre lang liegt die Stadt unter Asche. Ab siebzehnhundertachtundvierzig lassen die Bourbonenkönige von Neapel graben – anfangs vor allem auf der Suche nach Kunstwerken.

    Viele Fresken und Statuen kommen ins Museum nach Neapel. Fundzusammenhänge wurden damals oft nicht festgehalten – ein Verlust, den die Forschung bis heute spürt.

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  7. 7 · 1863 →Fiorelli und die Gipsabgüsse

    Bild: KI-Rekonstruktion, keine historische Aufnahme

    Achtzehnhundertdreiundsechzig erkennt der Ausgräber Giuseppe Fiorelli: Wo Körper in der Asche vergingen, blieben Hohlräume. Er lässt sie mit Gips ausgießen.

    So entstehen die bekannten Abgüsse. Sie sind keine Statuen, sondern enthalten oft Knochen der Verstorbenen. DNA-Studien von 2024 zeigen außerdem, dass ältere Deutungen – etwa als Mutter und Kind – nicht immer stimmen.

    Fiorelli führte zugleich eine systematische Einteilung der Stadt in Regionen und Häuserblöcke ein. Sie wird bis heute verwendet.

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  8. 8 · HeuteForschung heute: Regio IX und offene Fragen

    Bild: KI-Rekonstruktion, keine historische Aufnahme

    Nach Bombenschäden im Zweiten Weltkrieg und der Aufnahme ins UNESCO-Welterbe neunzehnhundertsiebenundneunzig steht heute vor allem das Erhalten im Vordergrund.

    Neue, gezielte Grabungen in Regio neun legten eine Bäckerei mit Mühle, Baustellen und Wandmalereien frei. Sie zeigen Arbeit und Abhängigkeit – auch von Versklavten – im Alltag der Stadt.

    Rund ein Drittel der Stadt ist noch nicht ausgegraben. Das ist Absicht: Künftige Forschende sollen mit besseren Methoden arbeiten können. Damit endet unser Rundgang. Die Originalquellen findest du im Pompeji-Archiv.

    Quelle zur Station

Originalquellen · 38

Jede Quelle mit Datum, Urheber, Lizenz und Einordnung. Der Link führt zum Original im Archiv.

  • Plinius 6.16.17: anderswo Tag, hier Nacht

    Text um 106–107; Auszug 2026 · Plinius stirbt bei Stabiae

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    Bild: KI-Kontextrekonstruktion, nicht das Dokument. Der folgende eigene Text erläutert die Station und ersetzt keine Abschrift.

    Plinius der Ältere war bei Pomponianus in Stabiae. Wind und Seegang verhinderten die Abfahrt; die Gruppe versuchte schließlich, zum Strand zu gelangen. Er brach dort zusammen. Der Neffe hörte von diesen letzten Stunden erst später. Seine Erklärung der Todesursache ist eine Vermutung, keine nachträglich gesicherte medizinische Diagnose.

    Überlieferter Bericht aus Stabiae; keine eigene Beobachtung des Neffen und keine echte Tonaufnahme.

    Plinius · Epistulae 6.16

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  • Plinius 6.16.5–6: die Pinienwolke

    Text um 106–107; Auszug 2026 · Eine Wolke wie eine Pinie

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    Bild: KI-Kontextrekonstruktion, nicht das Dokument. Der folgende eigene Text erläutert die Station und ersetzt keine Abschrift.

    Plinius der Jüngere beobachtete die ungewöhnliche Wolke von Misenum aus, auf der anderen Seite des Golfs. Sein Vergleich mit einer Pinie beschreibt eine hohe Säule mit einer sich ausbreitenden Krone. Erst später wusste er, dass sie vom Vesuv kam. Sein Brief enthält Beobachtung und rückblickende Deutung, keinen Messbericht.

    Authentisch überlieferter Wortlaut, mit eigener Übersetzung; keine Fotografie einer antiken Handschrift.

    Plinius der Jüngere · Epistulae 6.16

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  • Plinius 6.16.9–10: von Neugier zur Hilfe

    Text um 106–107; Auszug 2026 · Die Flotte läuft aus

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    Bild: KI-Kontextrekonstruktion, nicht das Dokument. Der folgende eigene Text erläutert die Station und ersetzt keine Abschrift.

    Plinius der Ältere, Flottenkommandant in Misenum, wollte die Erscheinung zunächst näher untersuchen. Nach einer Hilfsbitte Rectinas ließ er mehrere Schiffe auslaufen. Der Brief beschreibt, wie wissenschaftliche Neugier in einen Rettungsversuch überging. Er erlaubt keine vollständige Bilanz der Geretteten und keine sichere Rekonstruktion aller Schiffswege.

    Ein überlieferter Satz und seine Perspektive: der Neffe beschreibt seinen Onkel rückblickend.

    Plinius · Epistulae 6.16

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  • Plinius 6.20.14: Stimmen in der Dunkelheit

    Text um 106–107; Auszug 2026 · Bleiben oder fliehen?

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    Bild: KI-Kontextrekonstruktion, nicht das Dokument. Der folgende eigene Text erläutert die Station und ersetzt keine Abschrift.

    Menschen mussten ohne modernes Wissen über Vulkanrisiken entscheiden: Haus, Straße, Küste oder offenes Land? Familie, Besitz, körperliche Möglichkeiten und versperrte Wege konnten eine Rolle spielen. Plinius schildert eine Flucht aus Misenum; archäologische Funde belegen Tote und mitgeführte Gegenstände. Eine für ganz Pompeji dokumentierte Evakuierung gibt es nicht.

    Der Auszug bleibt am historischen Ort verankert. Er wird nicht als Bericht einer Pompejanerin ausgegeben.

    Plinius · Epistulae 6.20

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  • Plinius 6.16.22: gesehen oder gehört?

    Text um 106–107; Auszug 2026 · Plinius stirbt bei Stabiae

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    Plinius der Ältere war bei Pomponianus in Stabiae. Wind und Seegang verhinderten die Abfahrt; die Gruppe versuchte schließlich, zum Strand zu gelangen. Er brach dort zusammen. Der Neffe hörte von diesen letzten Stunden erst später. Seine Erklärung der Todesursache ist eine Vermutung, keine nachträglich gesicherte medizinische Diagnose.

    Eine zentrale Passage zur Quellenkritik: nicht alles im Augenzeugenbrief wurde selbst gesehen.

    Plinius · Epistulae 6.16

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  • Giuseppe Fiorelli · Pompeianarum antiquitatum historia

    1860–1864 · Was ein Abguss zeigt

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    Giuseppe Fiorelli ließ ab 1863 Hohlräume in verfestigten Ablagerungen mit Gips füllen. Die Hohlräume waren nach dem Zerfall von Körpern entstanden. Abgüsse sind keine versteinerten Menschen und beweisen weder Namen noch Familienbeziehungen. Die Darstellung gilt verstorbenen Menschen; Gefühle und letzte Worte lassen sich aus einer Haltung nicht ablesen.

    Digitalisierte historische Druckausgabe mit zusammengestellten Grabungsaufzeichnungen. Kein antikes Original und kein hier verifizierter Beleg der Gipsabguss-Methode von 1863. Originalseiten beim Archiv; keine erfundenen Auszüge.

    Giuseppe Fiorelli · University of Michigan / Internet Archive

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  • La disciplina dell’odiosa baracca: la casa con il panificio di Rustio Vero a Pompei (IX 10,1)

    08.12.2023 · Regio IX: Arbeit, Abhängigkeit, Baustellen

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    2023 begannen neue stratigraphische Untersuchungen in Regio IX, Insula 10, im Zusammenhang mit Sicherungsarbeiten. Im Haus IX 10,1 lagen Wohnräume mit Malereien des Vierten Stils neben einem Produktionsbereich mit Bäckerei. Drei Opfer wurden in einem Raum entdeckt; ihre Fundlage ist nicht mit einer vollständigen persönlichen Biografie gleichzusetzen.

    Offizieller vorläufiger Grabungsbericht zur Bäckerei in Regio IX. Fundbeschreibung, Interpretation, Autoren und Pläne stehen in der Originalveröffentlichung. Kein antikes Arbeitsprotokoll.

    Parco Archeologico di Pompei · E-Journal degli Scavi

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  • Quando la Guerra di Troia non era ancora decisa. Il salone nero con affreschi di III stile nella Regio IX, insula 10 di Pompei

    11.04.2024 · Neue Funde, offene Fragen

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    Die Kohleinschrift, renovierte Wohnräume und neue Untersuchungen verändern das Bild von Pompeji. Organische Funde aus Herculaneum ergänzen es um Türen, Möbel, Textilien und Schriftträger. Forschung kombiniert Texte, Schichten und Objekte, statt eine Quelle für alles sprechen zu lassen. Unsicherheit ist dabei Teil der Geschichte, kein Fehler, den eine KI mit erfundenen Details schließen darf.

    Offizieller Grabungsbericht über den schwarzen Saal und seine Malereien. Forschungsdokument von 2024, keine römische Beschreibung. Vollständige Autorenangaben und Abbildungen beim Park.

    Parco Archeologico di Pompei · E-Journal degli Scavi

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  • Manutenzione straordinaria e indagini archeologiche nell’area del Thermopolium (Regio V, insula 3, ambienti 2 e 1)

    2025 · Straßen, Brot & Hausgötter

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    Pompeji war eine bewohnte römische Stadt, kein stilles Museum. Werkstätten, Garküchen und Häuser lagen dicht nebeneinander. Wandmalereien und Kultnischen zeigen Wohlstand, religiöse Vorstellungen und den Alltag; zugleich erzählen sie wenig direkt über die Stimmen versklavter Menschen. Der konkrete Ablauf des letzten Morgens ist nicht überliefert.

    Offizieller Bericht zu Wartung und Grabungen. Publiziert 2025; erwähnte Untersuchungsjahre 2018/19 und 2020 sind nicht das Publikationsdatum. Keine erfundene Speisekarte oder Rechnung.

    Parco Archeologico di Pompei · E-Journal degli Scavi

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  • Ministero della Cultura · Iscrizione a carboncino e data dell’eruzione

    19.10.2018 · August oder Oktober?

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    Der traditionelle 24. August stammt aus der Textüberlieferung von Plinius. Eine Kohleinschrift im Haus mit dem Garten nennt dagegen den 17. Oktober und spricht im Fundkontext für einen späteren Ausbruch. Sie nennt selbst kein Jahr und beweist nicht den 24. Oktober als Ausbruchstag. Hier bleibt das genaue Datum ausdrücklich offen.

    Echte Ministeriumsmitteilung zur Kohleinschrift. Unterscheidet Fund und moderne Deutung; kein Beweis für einen bestimmten Ausbruchstag und nicht die Inschrift selbst.

    Ministero della Cultura · amtliche Mitteilung

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  • UNESCO · Archaeological Areas of Pompei, Herculaneum and Torre Annunziata

    1997 → · Welterbe: mehr als Pompeji

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    1997 nahm die UNESCO die „Archäologischen Gebiete von Pompeji, Herculaneum und Torre Annunziata“ in die Welterbeliste auf. Der Eintrag umfasst mehrere Teilbereiche, darunter die Villen von Oplontis, und nicht nur Pompejis Stadtgebiet. Die Kriterien iii, iv und v würdigen das außergewöhnliche Zeugnis antiker Gesellschaft, Baukultur und Siedlungsformen.

    Amtliche Dokumentensammlung: Nominierung, Bewertungen und Erhaltungsberichte mit jeweils eigenen Entstehungsdaten. Der Welterbeeintrag von 1997 datiert nicht alle Dokumente.

    UNESCO World Heritage Centre

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  • UNESCO · Decision 36 COM 7B.76

    2012 · Erhalten statt nur freilegen

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    Das Grande Progetto Pompei rückte in den frühen 2010er-Jahren Sicherung, Restaurierung und Management in den Mittelpunkt. Europäische Unterstützung half bei einem umfangreichen Programm für eine gefährdete Stätte. „Ab 2012“ bezeichnet hier die Projektphase, nicht den Abschluss aller Arbeiten.

    Amtlicher Beschlusstext zur Erhaltung der archäologischen Gebiete. Echter moderner Beschluss, kein römisches Protokoll. Wortlaut und Kontext bei UNESCO.

    UNESCO World Heritage Committee

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  • Das Forum: Købkes Blick von 1841

    Das Forum: Købkes Blick von 1841

    1841 · Eine Stadt im Wiederaufbau

    Ein Gemälde der Ruinenstadt aus dem 19. Jahrhundert, kein Bild des Ausbruchstags. Die ausgegrabenen Säulen und der Berg vermitteln die spätere Wahrnehmung Pompejis. Der genaue Vulkanumriss von 79 lässt sich daraus nicht ableiten.

    Christen Købke · J. Paul Getty Museum · Public Domain · Wikimedia Commons · dokumentiertes Objekt

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  • Bacchus & der Vesuv: eine antike Wandmalerei

    Bacchus & der Vesuv: eine antike Wandmalerei

    Antike Malerei; moderne Fotografie · Straßen, Brot & Hausgötter

    Das Fresko aus dem Haus des Centenarius verbindet Bacchus, Wein und eine kultivierte Berglandschaft. Es belegt religiöse Bildsprache, nicht die exakte geologische Form des Vesuv vor 79. Das Foto enthält eine Urhebermarkierung; die Datei wurde nicht beschnitten. Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/

    Antiker Maler unbekannt · Foto: Chappsnet · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons · dokumentiertes Objekt

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  • Kultbild in der Garküche des Vetutius Placidus

    Kultbild in der Garküche des Vetutius Placidus

    Antike Malerei; moderne Fotografie · Straßen, Brot & Hausgötter

    Ein originales antikes Kultbild an einem Ort des Essens und Arbeitens. Das Bild verbindet gewerbliche und religiöse Räume. Commons kennzeichnet das Foto als gemeinfrei; italienische Kulturgüterregeln können unabhängig vom Urheberrecht relevant sein. Keine Behauptung einer universellen Wiedergabefreigabe.

    Antiker Maler unbekannt · Foto: Gary Todd · Public Domain · Wikimedia Commons · dokumentiertes Objekt

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  • Die drei Grazien: Mythologie an der Wand

    Die drei Grazien: Mythologie an der Wand

    Antike Malerei; moderne Fotografie · Straßen, Brot & Hausgötter

    Ein Fresko aus Pompeji, heute in Neapel. Die überlieferte Bildwelt zeigt kulturelle Vorstellungen und dekorative Ansprüche. Sie ist keine Fotografie realer Einwohnerinnen und erzählt nicht deren Biografien.

    Römischer Maler unbekannt · Reproduktion: Bridgeman Art Library, 509706 · Public Domain · PD-Art · Wikimedia Commons · dokumentiertes Objekt

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  • Hera & Zeus: Bild aus dem Haus des tragischen Dichters

    Hera & Zeus: Bild aus dem Haus des tragischen Dichters

    Antike Malerei; moderne Fotografie · Straßen, Brot & Hausgötter

    Mythologische Wandmalerei, Museum in Neapel, Inventar 9559. Eine erhaltene antike Darstellung, deren Entnahme und museale Aufbewahrung ebenfalls zur Fundgeschichte gehören. Foto unverändert übernommen. Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/

    Antiker Maler unbekannt · Foto: Chappsnet · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons · dokumentiertes Objekt

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  • Historisches Foto der Opferabgüsse · sensible Darstellung

    Historisches Foto der Opferabgüsse · sensible Darstellung

    1870er Jahre · Was ein Abguss zeigt

    Die Aufnahme aus dem 19. Jahrhundert zeigt Abgüsse verstorbener Menschen, keine versteinerten Körper. Die Formen entstanden durch das Ausgießen von Hohlräumen. Weder Namen noch Beziehungen oder letzte Gedanken sind aus dieser Aufnahme sicher erschließbar.

    Giorgio Sommer · The Metropolitan Museum of Art · CC0 · Wikimedia Commons · dokumentiertes Objekt

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  • Herculaneum: Ruinen unter der heutigen Stadt

    Herculaneum: Ruinen unter der heutigen Stadt

    Moderne Fotografie · Herculaneums Küste

    Das moderne Foto macht den Höhenunterschied zwischen Ausgrabung und heutiger Bebauung sichtbar. Es ist kein Beleg für die genaue Küstenlinie von 79. Die besondere Erhaltung von Holz, Textilien und Schriftträgern unterscheidet Herculaneum von Pompeji. Unverändertes Foto; Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/

    Sumit Surai · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons · dokumentiertes Objekt

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  • Funddokumentation: die Kohleinschrift vom 17. Oktober

    Antike Inschrift; Dossier 2018 · August oder Oktober?

    Redaktionelle Ersatzansicht · kein Originalscan
    KI-Kontextbild zur Station

    Bild: KI-Kontextrekonstruktion, nicht das Dokument. Der folgende eigene Text erläutert die Station und ersetzt keine Abschrift.

    Der traditionelle 24. August stammt aus der Textüberlieferung von Plinius. Eine Kohleinschrift im Haus mit dem Garten nennt dagegen den 17. Oktober und spricht im Fundkontext für einen späteren Ausbruch. Sie nennt selbst kein Jahr und beweist nicht den 24. Oktober als Ausbruchstag. Hier bleibt das genaue Datum ausdrücklich offen.

    Das offizielle PDF zeigt den Fund und seinen Kontext. Der Text nennt den 17. Oktober, ohne Jahr. Die Schlussfolgerung zum Ausbruchsdatum ist moderne Forschung. Die Dokumentation öffnet beim Park; hier wird kein nachgezeichneter Scan als Original präsentiert.

    Parco Archeologico di Pompei

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  • Originalfunde: Holz, Textilien & Schriftträger

    Vor 79; moderne Funddokumentation · Neue Funde, offene Fragen

    Redaktionelle Ersatzansicht · kein Originalscan
    KI-Kontextbild zur Station

    Bild: KI-Kontextrekonstruktion, nicht das Dokument. Der folgende eigene Text erläutert die Station und ersetzt keine Abschrift.

    Die Kohleinschrift, renovierte Wohnräume und neue Untersuchungen verändern das Bild von Pompeji. Organische Funde aus Herculaneum ergänzen es um Türen, Möbel, Textilien und Schriftträger. Forschung kombiniert Texte, Schichten und Objekte, statt eine Quelle für alles sprechen zu lassen. Unsicherheit ist dabei Teil der Geschichte, kein Fehler, den eine KI mit erfundenen Details schließen darf.

    Offizielle Objektübersicht des Parks. Möbel, Türen, Nahrung und Schreibmaterial machen eine besondere Erhaltung sichtbar. Nicht jedes erhaltene Holzstück ist verkohlt. Die moderne Dokumentation wird nicht mit einem antiken Schriftstück verwechselt.

    Parco Archeologico di Ercolano

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  • Forum von Pompeji mit dem Vesuv

    Forum von Pompeji mit dem Vesuv

    2021 · Straßen, Brot & Hausgötter

    Das politische und religiöse Zentrum der Stadt; im Hintergrund der heutige Vesuv, dessen Gestalt sich seit 79 verändert hat.

    Commonists · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

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  • Via dell'Abbondanza heute

    Via dell'Abbondanza heute

    2023 · Bimsregen über Pompeji

    Die Hauptstraße mit Trittsteinen. Hier fiel 79 der Bims meterhoch; heute ist sie freigelegt.

    Adam Harangozó · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

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  • Das Amphitheater von Pompeji

    Das Amphitheater von Pompeji

    2020 · Eine Stadt im Wiederaufbau

    Eines der ältesten erhaltenen Steinamphitheater, um 70 v. Chr. erbaut – Teil der Stadt, die nach dem Beben von 62/63 weiterlebte.

    Marco Ober · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

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  • Stabiae: Atrium der Villa San Marco

    Stabiae: Atrium der Villa San Marco

    2007 · Plinius stirbt bei Stabiae

    Eine Villa im antiken Stabiae, wo Plinius der Ältere starb. Nicht der Ort seines Todes, sondern das Umfeld.

    AlMare · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

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  • Gemälde: Das Forum von Pompeji, 1841

    Gemälde: Das Forum von Pompeji, 1841

    1841 · Ausgrabung statt Zeitkapsel

    Ein historisches Gemälde, kein Foto: So sahen Reisende des 19. Jahrhunderts die Ausgrabung.

    Christen Schjellerup Købke · J. Paul Getty Museum · Public Domain · Wikimedia Commons

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  • Der Vesuv aus der Luft

    Der Vesuv aus der Luft

    2007 · Neue Funde, offene Fragen

    Der heutige Krater. Der Vulkan ist aktiv und wird permanent überwacht.

    Pastorius · CC BY 2.5 · Wikimedia Commons

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  • Amedeo Maiuri in Pompeji, 1952

    Amedeo Maiuri in Pompeji, 1952

    1952 · Maiuri: die Stadt als Ganzes

    Fotografie von Federico Patellani: der Grabungsleiter, der Pompeji und Herculaneum von 1924 bis 1961 prägte.

    Federico Patellani · Public domain · Wikimedia Commons

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  • Grabungsgelände von Herculaneum

    Grabungsgelände von Herculaneum

    23.07.2015 · Welterbe: mehr als Pompeji

    Blick in die tief unter dem heutigen Ercolano liegende Ausgrabung – Teil der Welterbestätte seit 1997.

    Jebulon · CC0 · Wikimedia Commons

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  • Der antike Strand von Herculaneum

    Der antike Strand von Herculaneum

    08.03.2019 · Heiße pyroklastische Ströme

    Die ehemalige Küstenlinie vor den Bootshäusern, die pyroklastische Ströme 79 erreichten. Heute liegt das Meer weit entfernt; das Bild zeigt keine Opfer.

    Lucamato · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

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  • C. Plinius Caecilius Secundus · Epistularum liber VI

    um 106–107 · Zwei Briefe an Tacitus

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    Bild: KI-Kontextrekonstruktion, nicht das Dokument. Der folgende eigene Text erläutert die Station und ersetzt keine Abschrift.

    Mehr als zwei Jahrzehnte nach dem Ausbruch schrieb Plinius an den Historiker Tacitus. Brief 6.16 behandelt seinen Onkel, Brief 6.20 seine eigenen Erfahrungen mit seiner Mutter. Antike Originalhandschriften sind nicht erhalten; wir lesen einen durch Abschriften überlieferten Text. Die Briefe sind die zentrale erhaltene schriftliche Augenzeugenquelle, nicht Stimmen aus Pompejis Straßen.

    Lateinischer Text des sechsten Briefbuchs mit den Briefen 6.16 und 6.20 an Tacitus. Moderne Textausgabe, keine Handschrift.

    The Latin Library · lateinischer Text

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  • Lararium in VI 13,2 – 1943 zerstört

    Lararium in VI 13,2 – 1943 zerstört

    Aquarell, veröffentlicht 1882 · Bombenschäden und Wiederaufbau

    Aquarell eines Hausheiligtums, das bei den Bombenangriffen 1943 zerstört wurde. Zeigt den Zustand vor dem Krieg, nicht die Schäden selbst.

    Geremia Discanno · Public domain · Wikimedia Commons

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  • Antiquario Inventario n. 3 (1946): Liste der Bombenschäden

    1946 · Bombenschäden und Wiederaufbau

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    Bild: KI-Kontextrekonstruktion, nicht das Dokument. Der folgende eigene Text erläutert die Station und ersetzt keine Abschrift.

    Im August und September 1943 trafen alliierte Bomben auch Pompejis archäologische Stätte. Antike Bauten und Museumsräume wurden beschädigt; das Antiquarium verlor eine Galerie und Teile seiner Sammlung. Damit kam zur Katastrophe von 79 eine moderne Zerstörungsgeschichte hinzu.

    Auszüge aus dem Inventar von 1946, das die beim Bombenangriff 1943 beschädigten Fundstücke verzeichnet.

    Parco Archeologico di Pompei · Pompeii Commitment

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  • Compendium of bomb damage at Pompeii

    undatiert · Bombenschäden und Wiederaufbau

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    KI-Kontextbild zur Station

    Bild: KI-Kontextrekonstruktion, nicht das Dokument. Der folgende eigene Text erläutert die Station und ersetzt keine Abschrift.

    Im August und September 1943 trafen alliierte Bomben auch Pompejis archäologische Stätte. Antike Bauten und Museumsräume wurden beschädigt; das Antiquarium verlor eine Galerie und Teile seiner Sammlung. Damit kam zur Katastrophe von 79 eine moderne Zerstörungsgeschichte hinzu.

    Archivmappe zu den Kriegsschäden in Pompeji im Getty Research Institute.

    Getty Research Institute · Vander Poel Campanian collection

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  • Baustelle an der Casa dei Casti Amanti

    Baustelle an der Casa dei Casti Amanti

    01.10.2014 · Erhalten statt nur freilegen

    Schutzdächer und Arbeitsgerüste während der Erhaltungsarbeiten in der Zeit des Grande Progetto Pompei.

    EnzoReporter · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

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  • Grande Progetto Pompei – offizielle Projektseite

    ab 2012 · Erhalten statt nur freilegen

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    Bild: KI-Kontextrekonstruktion, nicht das Dokument. Der folgende eigene Text erläutert die Station und ersetzt keine Abschrift.

    Das Grande Progetto Pompei rückte in den frühen 2010er-Jahren Sicherung, Restaurierung und Management in den Mittelpunkt. Europäische Unterstützung half bei einem umfangreichen Programm für eine gefährdete Stätte. „Ab 2012“ bezeichnet hier die Projektphase, nicht den Abschluss aller Arbeiten.

    Offizielle Darstellung des mit EU-Mitteln finanzierten Erhaltungsprogramms.

    Parco Archeologico di Pompei

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  • Vicolo di Tesmo in Regio IX

    Vicolo di Tesmo in Regio IX

    11.04.2019 · Regio IX: Arbeit, Abhängigkeit, Baustellen

    Gasse zwischen den Insulae IX 5 und IX 4 – Teil des Stadtviertels, in dem 2023/24 neu gegraben wurde. Nicht die neue Grabungsfläche selbst.

    Sailko · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

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  • E-Journal degli Scavi di Pompei

    ab 2023 · Regio IX: Arbeit, Abhängigkeit, Baustellen

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    2023 begannen neue stratigraphische Untersuchungen in Regio IX, Insula 10, im Zusammenhang mit Sicherungsarbeiten. Im Haus IX 10,1 lagen Wohnräume mit Malereien des Vierten Stils neben einem Produktionsbereich mit Bäckerei. Drei Opfer wurden in einem Raum entdeckt; ihre Fundlage ist nicht mit einer vollständigen persönlichen Biografie gleichzusetzen.

    Offizielle Grabungsberichte des Parks, darunter die Berichte zu den neuen Funden in Regio IX.

    Parco Archeologico di Pompei

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