
79 · 79 n. Chr. · Datum umstritten
Ausbruch des Vesuv · Pompeji
Eine römische Stadt, zwei Briefe und eine Katastrophe: Entdecke Pompejis Alltag, den Ausbruch und die Spuren seiner Bewohner.
- Originalquellen
- KI-Bilder
- Zeitzeugen-Perspektive
- Übersicht & Werkstatt
- 19
- Stationen
- 38
- Quellen
- 26
- KI-Bilder
- 8
- Kapitel
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Wissenswertes & Kurzfakten
Zwei Briefe von Plinius dem Jüngeren – 6,16 und 6,20 – schildern den Ausbruch und seine Folgen.
Nachlesen · Plinius · Briefe VIDie systematischen Ausgrabungen in Pompeji begannen 1748, lange nach der Verschüttung.
Nachlesen · Parco archeologico di PompeiDas genaue Datum des Ausbruchs im Jahr 79 ist bis heute umstritten.
Nachlesen · Wikipedia
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Quellen- & Kartenquiz
1 · 62 / 63 · KI-Rekonstruktion
Eine Stadt im Wiederaufbau
Ein schweres Erdbeben beschädigte Pompeji lange vor dem Ausbruch. Als die Stadt 79 verschüttet wurde, waren manche Häuser und öffentliche Bauten noch in Reparatur. Nicht jede Baustelle lässt sich jedoch allein auf dieses Beben zurückführen: Ausbauten, wechselnde Eigentümer und spätere Erschütterungen gehören ebenfalls zur Geschichte der Stadt.
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2 · 79 · KI-Rekonstruktion
Straßen, Brot & Hausgötter
Pompeji war eine bewohnte römische Stadt, kein stilles Museum. Werkstätten, Garküchen und Häuser lagen dicht nebeneinander. Wandmalereien und Kultnischen zeigen Wohlstand, religiöse Vorstellungen und den Alltag; zugleich erzählen sie wenig direkt über die Stimmen versklavter Menschen. Der konkrete Ablauf des letzten Morgens ist nicht überliefert.
- Manutenzione straordinaria e indagini archeologiche nell’area del Thermopolium (Regio V, insula 3, ambienti 2 e 1)
- Bacchus & der Vesuv: eine antike Wandmalerei
- Kultbild in der Garküche des Vetutius Placidus
- Die drei Grazien: Mythologie an der Wand
- Hera & Zeus: Bild aus dem Haus des tragischen Dichters
- Forum von Pompeji mit dem Vesuv

3 · 79 · ? · KI-Rekonstruktion
August oder Oktober?
Der traditionelle 24. August stammt aus der Textüberlieferung von Plinius. Eine Kohleinschrift im Haus mit dem Garten nennt dagegen den 17. Oktober und spricht im Fundkontext für einen späteren Ausbruch. Sie nennt selbst kein Jahr und beweist nicht den 24. Oktober als Ausbruchstag. Hier bleibt das genaue Datum ausdrücklich offen.
- Ministero della Cultura · Iscrizione a carboncino e data dell’eruzione
- Funddokumentation: die Kohleinschrift vom 17. Oktober

4 · Tag 1 · KI-Rekonstruktion
Eine Wolke wie eine Pinie
Plinius der Jüngere beobachtete die ungewöhnliche Wolke von Misenum aus, auf der anderen Seite des Golfs. Sein Vergleich mit einer Pinie beschreibt eine hohe Säule mit einer sich ausbreitenden Krone. Erst später wusste er, dass sie vom Vesuv kam. Sein Brief enthält Beobachtung und rückblickende Deutung, keinen Messbericht.
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5 · Tag 1 · KI-Rekonstruktion
Die Flotte läuft aus
Plinius der Ältere, Flottenkommandant in Misenum, wollte die Erscheinung zunächst näher untersuchen. Nach einer Hilfsbitte Rectinas ließ er mehrere Schiffe auslaufen. Der Brief beschreibt, wie wissenschaftliche Neugier in einen Rettungsversuch überging. Er erlaubt keine vollständige Bilanz der Geretteten und keine sichere Rekonstruktion aller Schiffswege.
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6 · Stunden später · KI-Rekonstruktion
Bimsregen über Pompeji
Poröse Bimssteine und Asche häuften sich in Straßen und Höfen. Mit zunehmender Last wurden Dächer gefährlich; einstürzende Bauteile konnten bereits in dieser Phase Menschen töten. Der Ausbruch war kein einzelner Schlag. Die Schichten im Boden zeigen wechselnde Prozesse, die Pompeji und andere Orte unterschiedlich trafen.
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7 · Tag 1 → 2 · KI-Rekonstruktion
Bleiben oder fliehen?
Menschen mussten ohne modernes Wissen über Vulkanrisiken entscheiden: Haus, Straße, Küste oder offenes Land? Familie, Besitz, körperliche Möglichkeiten und versperrte Wege konnten eine Rolle spielen. Plinius schildert eine Flucht aus Misenum; archäologische Funde belegen Tote und mitgeführte Gegenstände. Eine für ganz Pompeji dokumentierte Evakuierung gibt es nicht.
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8 · Im Verlauf · KI-Rekonstruktion
Herculaneums Küste
In den Gewölben am antiken Strand von Herculaneum fanden Archäologen ungefähr 300 Skelette. Viele Menschen hatten persönliche Gegenstände bei sich. Die Funde passen zu Flucht oder Zuflucht an der Küste; sie verraten nicht jede individuelle Absicht. Herculaneum wurde anders verschüttet als Pompeji und bewahrte ungewöhnlich viel organisches Material.
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9 · Tag 2 · KI-Rekonstruktion
Heiße pyroklastische Ströme
Heiße Gemische aus Gas, Asche und Gestein erreichten die Siedlungen. Sie sind keine Lavaflüsse. Zusammen mit dem vorherigen Bimsfall erklären sie die komplexe Verschüttung. Temperaturen, Geschwindigkeiten und genaue Ankunftszeiten werden aus Befunden rekonstruiert; nicht jede Person starb auf dieselbe Weise und nicht alle Orte wurden gleichzeitig getroffen.
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10 · Tag 2 · KI-Rekonstruktion
Plinius stirbt bei Stabiae
Plinius der Ältere war bei Pomponianus in Stabiae. Wind und Seegang verhinderten die Abfahrt; die Gruppe versuchte schließlich, zum Strand zu gelangen. Er brach dort zusammen. Der Neffe hörte von diesen letzten Stunden erst später. Seine Erklärung der Todesursache ist eine Vermutung, keine nachträglich gesicherte medizinische Diagnose.
- Plinius 6.16.17: anderswo Tag, hier Nacht
- Plinius 6.16.22: gesehen oder gehört?
- Stabiae: Atrium der Villa San Marco

11 · um 106–107 · KI-Rekonstruktion
Zwei Briefe an Tacitus
Mehr als zwei Jahrzehnte nach dem Ausbruch schrieb Plinius an den Historiker Tacitus. Brief 6.16 behandelt seinen Onkel, Brief 6.20 seine eigenen Erfahrungen mit seiner Mutter. Antike Originalhandschriften sind nicht erhalten; wir lesen einen durch Abschriften überlieferten Text. Die Briefe sind die zentrale erhaltene schriftliche Augenzeugenquelle, nicht Stimmen aus Pompejis Straßen.
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12 · 1738 / 1748 · KI-Rekonstruktion
Ausgrabung statt Zeitkapsel
Systematische Ausgrabungen begannen in Herculaneum 1738 und in Pompeji 1748. Frühe Grabungen suchten häufig Kunstwerke und Objekte für Sammlungen; später rückten Stadtstrukturen und Fundzusammenhänge stärker in den Mittelpunkt. Die heutige Ansicht ist durch Ausgrabung, Restaurierung und Verlust geprägt, nicht eine unveränderte Momentaufnahme von 79.
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13 · 1863 → · KI-Rekonstruktion
Was ein Abguss zeigt
Giuseppe Fiorelli ließ ab 1863 Hohlräume in verfestigten Ablagerungen mit Gips füllen. Die Hohlräume waren nach dem Zerfall von Körpern entstanden. Abgüsse sind keine versteinerten Menschen und beweisen weder Namen noch Familienbeziehungen. Die Darstellung gilt verstorbenen Menschen; Gefühle und letzte Worte lassen sich aus einer Haltung nicht ablesen.
- Giuseppe Fiorelli · Pompeianarum antiquitatum historia
- Historisches Foto der Opferabgüsse · sensible Darstellung

14 · 1924–1961 · KI-Rekonstruktion
Maiuri: die Stadt als Ganzes
Mit Amedeo Maiuris Leitung ab 1924 wurden große Teile Pompejis untersucht. Straßen, Häuser und Gewerberäume ließen sich nun stärker als zusammenhängende Stadt betrachten. Ausgrabung bedeutete jedoch zugleich, schützende Ablagerungen zu entfernen: Neue Erkenntnisse schufen neue Erhaltungsaufgaben.
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15 · 1943 · KI-Rekonstruktion
Bombenschäden und Wiederaufbau
Im August und September 1943 trafen alliierte Bomben auch Pompejis archäologische Stätte. Antike Bauten und Museumsräume wurden beschädigt; das Antiquarium verlor eine Galerie und Teile seiner Sammlung. Damit kam zur Katastrophe von 79 eine moderne Zerstörungsgeschichte hinzu.
- Lararium in VI 13,2 – 1943 zerstört
- Antiquario Inventario n. 3 (1946): Liste der Bombenschäden
- Compendium of bomb damage at Pompeii

16 · 1997 · KI-Rekonstruktion
Welterbe: mehr als Pompeji
1997 nahm die UNESCO die „Archäologischen Gebiete von Pompeji, Herculaneum und Torre Annunziata“ in die Welterbeliste auf. Der Eintrag umfasst mehrere Teilbereiche, darunter die Villen von Oplontis, und nicht nur Pompejis Stadtgebiet. Die Kriterien iii, iv und v würdigen das außergewöhnliche Zeugnis antiker Gesellschaft, Baukultur und Siedlungsformen.
- UNESCO · Archaeological Areas of Pompei, Herculaneum and Torre Annunziata
- Grabungsgelände von Herculaneum

17 · ab 2012 · KI-Rekonstruktion
Erhalten statt nur freilegen
Das Grande Progetto Pompei rückte in den frühen 2010er-Jahren Sicherung, Restaurierung und Management in den Mittelpunkt. Europäische Unterstützung half bei einem umfangreichen Programm für eine gefährdete Stätte. „Ab 2012“ bezeichnet hier die Projektphase, nicht den Abschluss aller Arbeiten.
- UNESCO · Decision 36 COM 7B.76
- Baustelle an der Casa dei Casti Amanti
- Grande Progetto Pompei – offizielle Projektseite

18 · 2023–2024 · KI-Rekonstruktion
Regio IX: Arbeit, Abhängigkeit, Baustellen
2023 begannen neue stratigraphische Untersuchungen in Regio IX, Insula 10, im Zusammenhang mit Sicherungsarbeiten. Im Haus IX 10,1 lagen Wohnräume mit Malereien des Vierten Stils neben einem Produktionsbereich mit Bäckerei. Drei Opfer wurden in einem Raum entdeckt; ihre Fundlage ist nicht mit einer vollständigen persönlichen Biografie gleichzusetzen.
- La disciplina dell’odiosa baracca: la casa con il panificio di Rustio Vero a Pompei (IX 10,1)
- Vicolo di Tesmo in Regio IX
- E-Journal degli Scavi di Pompei

19 · Heute · KI-Rekonstruktion
Neue Funde, offene Fragen
Die Kohleinschrift, renovierte Wohnräume und neue Untersuchungen verändern das Bild von Pompeji. Organische Funde aus Herculaneum ergänzen es um Türen, Möbel, Textilien und Schriftträger. Forschung kombiniert Texte, Schichten und Objekte, statt eine Quelle für alles sprechen zu lassen. Unsicherheit ist dabei Teil der Geschichte, kein Fehler, den eine KI mit erfundenen Details schließen darf.
- Quando la Guerra di Troia non era ancora decisa. Il salone nero con affreschi di III stile nella Regio IX, insula 10 di Pompei
- Originalfunde: Holz, Textilien & Schriftträger
- Der Vesuv aus der Luft
Forum von Pompeji: 19. Jahrhundert und 2016


- Rijksmuseum, RP-F-F01182-J · CC0
- Sarahhoa · CC BY-SA 2.0
Audioguide · 8 Kapitel
KI-Sprecher · Bilder: KI-Rekonstruktionen, keine historischen Aufnahmen
1 · 79Eine Landstadt am GolfBild: KI-Rekonstruktion, keine historische Aufnahme
Willkommen in Pompeji. Wir stehen in einer römischen Landstadt am Golf von Neapel, im ersten Jahrhundert nach Christus. Hier lebten wohl einige tausend Menschen – genaue Zahlen kennt die Forschung nicht.
An den Wänden stehen gemalte Wahlaufrufe. In den Straßen liegen Bäckereien, Garküchen, Werkstätten und Hausheiligtümer. Viele Bewohner waren Freigelassene oder Versklavte – auch ihre Arbeit hielt die Stadt am Laufen.
Das Erdbeben von zweiundsechzig hatte Schäden hinterlassen. Siebzehn Jahre später wurde an manchen Häusern noch gebaut. Niemand ahnte, dass der Vesuv ein Vulkan war, der bald ausbrechen würde.
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2 · 79 · ?August oder Oktober?Bild: KI-Rekonstruktion, keine historische Aufnahme
Lange galt der vierundzwanzigste August neunundsiebzig als Datum des Ausbruchs. So steht es in vielen Handschriften der Pliniusbriefe.
Eine Kohleinschrift, 2018 in Regio fünf entdeckt, und Funde wie Herbstfrüchte sprechen eher für den Oktober. Die Frage ist nicht endgültig entschieden – wir sprechen deshalb vom Herbst neunundsiebzig.
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3 · Tag 1Eine Wolke wie eine PinieBild: KI-Rekonstruktion, keine historische Aufnahme
Mittags beobachtet der siebzehnjährige Plinius der Jüngere vom Kap Misenum aus eine riesige Wolke über dem Golf. Später beschreibt er sie in einem Brief an den Historiker Tacitus.
Er vergleicht ihre Form mit einer Pinie: ein hoher Stamm, oben weit verzweigt. Heute nennen Vulkanologen diesen Typ nach ihm eine plinianische Eruption.
Sein Onkel, Plinius der Ältere, befehligt die römische Flotte in Misenum. Er lässt Schiffe zu Wasser – zuerst aus Neugier, dann als Rettungsfahrt, nachdem ein Hilferuf eintrifft.
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4 · Stunden späterBimsregen: Bleiben oder fliehen?Bild: KI-Rekonstruktion, keine historische Aufnahme
Über Pompeji regnet stundenlang heller Bimsstein. Die Schicht wächst auf über zwei Meter. Dächer brechen unter dem Gewicht ein.
Viele Menschen fliehen in dieser Phase – wie viele, wissen wir nicht. Andere bleiben, suchen Schutz in Räumen oder kehren zurück, um Besitz zu holen. Jede Entscheidung war unter Unsicherheit getroffen.
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5 · Tag 2Die pyroklastischen StrömeBild: KI-Rekonstruktion, keine historische Aufnahme
Am Morgen des zweiten Tages bricht die Eruptionssäule zusammen. Glühende Wolken aus Gas, Asche und Gestein rasen die Hänge hinab – schneller, als ein Mensch laufen kann.
Zuerst trifft es Herculaneum an der Küste, dann Pompeji. Wer noch in der Stadt ist, überlebt die Hitze nicht. Plinius der Ältere stirbt am Strand von Stabiae.
Was wir über die Menschen dieser Stunden wissen, stammt aus Funden und Fundlagen – nicht aus Augenzeugenberichten aus Pompeji selbst. Einzelne Lebensgeschichten bleiben Vermutung.
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6 · 1738 / 1748Wiederentdeckung ab 1748Bild: KI-Rekonstruktion, keine historische Aufnahme
Gut sechzehnhundert Jahre lang liegt die Stadt unter Asche. Ab siebzehnhundertachtundvierzig lassen die Bourbonenkönige von Neapel graben – anfangs vor allem auf der Suche nach Kunstwerken.
Viele Fresken und Statuen kommen ins Museum nach Neapel. Fundzusammenhänge wurden damals oft nicht festgehalten – ein Verlust, den die Forschung bis heute spürt.
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7 · 1863 →Fiorelli und die GipsabgüsseBild: KI-Rekonstruktion, keine historische Aufnahme
Achtzehnhundertdreiundsechzig erkennt der Ausgräber Giuseppe Fiorelli: Wo Körper in der Asche vergingen, blieben Hohlräume. Er lässt sie mit Gips ausgießen.
So entstehen die bekannten Abgüsse. Sie sind keine Statuen, sondern enthalten oft Knochen der Verstorbenen. DNA-Studien von 2024 zeigen außerdem, dass ältere Deutungen – etwa als Mutter und Kind – nicht immer stimmen.
Fiorelli führte zugleich eine systematische Einteilung der Stadt in Regionen und Häuserblöcke ein. Sie wird bis heute verwendet.
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8 · HeuteForschung heute: Regio IX und offene FragenBild: KI-Rekonstruktion, keine historische Aufnahme
Nach Bombenschäden im Zweiten Weltkrieg und der Aufnahme ins UNESCO-Welterbe neunzehnhundertsiebenundneunzig steht heute vor allem das Erhalten im Vordergrund.
Neue, gezielte Grabungen in Regio neun legten eine Bäckerei mit Mühle, Baustellen und Wandmalereien frei. Sie zeigen Arbeit und Abhängigkeit – auch von Versklavten – im Alltag der Stadt.
Rund ein Drittel der Stadt ist noch nicht ausgegraben. Das ist Absicht: Künftige Forschende sollen mit besseren Methoden arbeiten können. Damit endet unser Rundgang. Die Originalquellen findest du im Pompeji-Archiv.
Quelle zur Station
Originalquellen · 38
Jede Quelle mit Datum, Urheber, Lizenz und Einordnung. Der Link führt zum Original im Archiv.
Plinius 6.16.17: anderswo Tag, hier Nacht
Text um 106–107; Auszug 2026 · Plinius stirbt bei Stabiae
Redaktionelle Ersatzansicht · kein Originalscan

Bild: KI-Kontextrekonstruktion, nicht das Dokument. Der folgende eigene Text erläutert die Station und ersetzt keine Abschrift.
Plinius der Ältere war bei Pomponianus in Stabiae. Wind und Seegang verhinderten die Abfahrt; die Gruppe versuchte schließlich, zum Strand zu gelangen. Er brach dort zusammen. Der Neffe hörte von diesen letzten Stunden erst später. Seine Erklärung der Todesursache ist eine Vermutung, keine nachträglich gesicherte medizinische Diagnose.
Überlieferter Bericht aus Stabiae; keine eigene Beobachtung des Neffen und keine echte Tonaufnahme.
Plinius · Epistulae 6.16
Original im Archiv öffnenPlinius 6.16.5–6: die Pinienwolke
Text um 106–107; Auszug 2026 · Eine Wolke wie eine Pinie
Redaktionelle Ersatzansicht · kein Originalscan

Bild: KI-Kontextrekonstruktion, nicht das Dokument. Der folgende eigene Text erläutert die Station und ersetzt keine Abschrift.
Plinius der Jüngere beobachtete die ungewöhnliche Wolke von Misenum aus, auf der anderen Seite des Golfs. Sein Vergleich mit einer Pinie beschreibt eine hohe Säule mit einer sich ausbreitenden Krone. Erst später wusste er, dass sie vom Vesuv kam. Sein Brief enthält Beobachtung und rückblickende Deutung, keinen Messbericht.
Authentisch überlieferter Wortlaut, mit eigener Übersetzung; keine Fotografie einer antiken Handschrift.
Plinius der Jüngere · Epistulae 6.16
Original im Archiv öffnenPlinius 6.16.9–10: von Neugier zur Hilfe
Text um 106–107; Auszug 2026 · Die Flotte läuft aus
Redaktionelle Ersatzansicht · kein Originalscan

Bild: KI-Kontextrekonstruktion, nicht das Dokument. Der folgende eigene Text erläutert die Station und ersetzt keine Abschrift.
Plinius der Ältere, Flottenkommandant in Misenum, wollte die Erscheinung zunächst näher untersuchen. Nach einer Hilfsbitte Rectinas ließ er mehrere Schiffe auslaufen. Der Brief beschreibt, wie wissenschaftliche Neugier in einen Rettungsversuch überging. Er erlaubt keine vollständige Bilanz der Geretteten und keine sichere Rekonstruktion aller Schiffswege.
Ein überlieferter Satz und seine Perspektive: der Neffe beschreibt seinen Onkel rückblickend.
Plinius · Epistulae 6.16
Original im Archiv öffnenPlinius 6.20.14: Stimmen in der Dunkelheit
Text um 106–107; Auszug 2026 · Bleiben oder fliehen?
Redaktionelle Ersatzansicht · kein Originalscan

Bild: KI-Kontextrekonstruktion, nicht das Dokument. Der folgende eigene Text erläutert die Station und ersetzt keine Abschrift.
Menschen mussten ohne modernes Wissen über Vulkanrisiken entscheiden: Haus, Straße, Küste oder offenes Land? Familie, Besitz, körperliche Möglichkeiten und versperrte Wege konnten eine Rolle spielen. Plinius schildert eine Flucht aus Misenum; archäologische Funde belegen Tote und mitgeführte Gegenstände. Eine für ganz Pompeji dokumentierte Evakuierung gibt es nicht.
Der Auszug bleibt am historischen Ort verankert. Er wird nicht als Bericht einer Pompejanerin ausgegeben.
Plinius · Epistulae 6.20
Original im Archiv öffnenPlinius 6.16.22: gesehen oder gehört?
Text um 106–107; Auszug 2026 · Plinius stirbt bei Stabiae
Redaktionelle Ersatzansicht · kein Originalscan

Bild: KI-Kontextrekonstruktion, nicht das Dokument. Der folgende eigene Text erläutert die Station und ersetzt keine Abschrift.
Plinius der Ältere war bei Pomponianus in Stabiae. Wind und Seegang verhinderten die Abfahrt; die Gruppe versuchte schließlich, zum Strand zu gelangen. Er brach dort zusammen. Der Neffe hörte von diesen letzten Stunden erst später. Seine Erklärung der Todesursache ist eine Vermutung, keine nachträglich gesicherte medizinische Diagnose.
Eine zentrale Passage zur Quellenkritik: nicht alles im Augenzeugenbrief wurde selbst gesehen.
Plinius · Epistulae 6.16
Original im Archiv öffnenGiuseppe Fiorelli · Pompeianarum antiquitatum historia
1860–1864 · Was ein Abguss zeigt
Redaktionelle Ersatzansicht · kein Originalscan

Bild: KI-Kontextrekonstruktion, nicht das Dokument. Der folgende eigene Text erläutert die Station und ersetzt keine Abschrift.
Giuseppe Fiorelli ließ ab 1863 Hohlräume in verfestigten Ablagerungen mit Gips füllen. Die Hohlräume waren nach dem Zerfall von Körpern entstanden. Abgüsse sind keine versteinerten Menschen und beweisen weder Namen noch Familienbeziehungen. Die Darstellung gilt verstorbenen Menschen; Gefühle und letzte Worte lassen sich aus einer Haltung nicht ablesen.
Digitalisierte historische Druckausgabe mit zusammengestellten Grabungsaufzeichnungen. Kein antikes Original und kein hier verifizierter Beleg der Gipsabguss-Methode von 1863. Originalseiten beim Archiv; keine erfundenen Auszüge.
Giuseppe Fiorelli · University of Michigan / Internet Archive
Original im Archiv öffnenLa disciplina dell’odiosa baracca: la casa con il panificio di Rustio Vero a Pompei (IX 10,1)
08.12.2023 · Regio IX: Arbeit, Abhängigkeit, Baustellen
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Bild: KI-Kontextrekonstruktion, nicht das Dokument. Der folgende eigene Text erläutert die Station und ersetzt keine Abschrift.
2023 begannen neue stratigraphische Untersuchungen in Regio IX, Insula 10, im Zusammenhang mit Sicherungsarbeiten. Im Haus IX 10,1 lagen Wohnräume mit Malereien des Vierten Stils neben einem Produktionsbereich mit Bäckerei. Drei Opfer wurden in einem Raum entdeckt; ihre Fundlage ist nicht mit einer vollständigen persönlichen Biografie gleichzusetzen.
Offizieller vorläufiger Grabungsbericht zur Bäckerei in Regio IX. Fundbeschreibung, Interpretation, Autoren und Pläne stehen in der Originalveröffentlichung. Kein antikes Arbeitsprotokoll.
Parco Archeologico di Pompei · E-Journal degli Scavi
Original im Archiv öffnenQuando la Guerra di Troia non era ancora decisa. Il salone nero con affreschi di III stile nella Regio IX, insula 10 di Pompei
11.04.2024 · Neue Funde, offene Fragen
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Bild: KI-Kontextrekonstruktion, nicht das Dokument. Der folgende eigene Text erläutert die Station und ersetzt keine Abschrift.
Die Kohleinschrift, renovierte Wohnräume und neue Untersuchungen verändern das Bild von Pompeji. Organische Funde aus Herculaneum ergänzen es um Türen, Möbel, Textilien und Schriftträger. Forschung kombiniert Texte, Schichten und Objekte, statt eine Quelle für alles sprechen zu lassen. Unsicherheit ist dabei Teil der Geschichte, kein Fehler, den eine KI mit erfundenen Details schließen darf.
Offizieller Grabungsbericht über den schwarzen Saal und seine Malereien. Forschungsdokument von 2024, keine römische Beschreibung. Vollständige Autorenangaben und Abbildungen beim Park.
Parco Archeologico di Pompei · E-Journal degli Scavi
Original im Archiv öffnenManutenzione straordinaria e indagini archeologiche nell’area del Thermopolium (Regio V, insula 3, ambienti 2 e 1)
2025 · Straßen, Brot & Hausgötter
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Bild: KI-Kontextrekonstruktion, nicht das Dokument. Der folgende eigene Text erläutert die Station und ersetzt keine Abschrift.
Pompeji war eine bewohnte römische Stadt, kein stilles Museum. Werkstätten, Garküchen und Häuser lagen dicht nebeneinander. Wandmalereien und Kultnischen zeigen Wohlstand, religiöse Vorstellungen und den Alltag; zugleich erzählen sie wenig direkt über die Stimmen versklavter Menschen. Der konkrete Ablauf des letzten Morgens ist nicht überliefert.
Offizieller Bericht zu Wartung und Grabungen. Publiziert 2025; erwähnte Untersuchungsjahre 2018/19 und 2020 sind nicht das Publikationsdatum. Keine erfundene Speisekarte oder Rechnung.
Parco Archeologico di Pompei · E-Journal degli Scavi
Original im Archiv öffnenMinistero della Cultura · Iscrizione a carboncino e data dell’eruzione
19.10.2018 · August oder Oktober?
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Bild: KI-Kontextrekonstruktion, nicht das Dokument. Der folgende eigene Text erläutert die Station und ersetzt keine Abschrift.
Der traditionelle 24. August stammt aus der Textüberlieferung von Plinius. Eine Kohleinschrift im Haus mit dem Garten nennt dagegen den 17. Oktober und spricht im Fundkontext für einen späteren Ausbruch. Sie nennt selbst kein Jahr und beweist nicht den 24. Oktober als Ausbruchstag. Hier bleibt das genaue Datum ausdrücklich offen.
Echte Ministeriumsmitteilung zur Kohleinschrift. Unterscheidet Fund und moderne Deutung; kein Beweis für einen bestimmten Ausbruchstag und nicht die Inschrift selbst.
Ministero della Cultura · amtliche Mitteilung
Original im Archiv öffnenUNESCO · Archaeological Areas of Pompei, Herculaneum and Torre Annunziata
1997 → · Welterbe: mehr als Pompeji
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Bild: KI-Kontextrekonstruktion, nicht das Dokument. Der folgende eigene Text erläutert die Station und ersetzt keine Abschrift.
1997 nahm die UNESCO die „Archäologischen Gebiete von Pompeji, Herculaneum und Torre Annunziata“ in die Welterbeliste auf. Der Eintrag umfasst mehrere Teilbereiche, darunter die Villen von Oplontis, und nicht nur Pompejis Stadtgebiet. Die Kriterien iii, iv und v würdigen das außergewöhnliche Zeugnis antiker Gesellschaft, Baukultur und Siedlungsformen.
Amtliche Dokumentensammlung: Nominierung, Bewertungen und Erhaltungsberichte mit jeweils eigenen Entstehungsdaten. Der Welterbeeintrag von 1997 datiert nicht alle Dokumente.
UNESCO World Heritage Centre
Original im Archiv öffnenUNESCO · Decision 36 COM 7B.76
2012 · Erhalten statt nur freilegen
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Bild: KI-Kontextrekonstruktion, nicht das Dokument. Der folgende eigene Text erläutert die Station und ersetzt keine Abschrift.
Das Grande Progetto Pompei rückte in den frühen 2010er-Jahren Sicherung, Restaurierung und Management in den Mittelpunkt. Europäische Unterstützung half bei einem umfangreichen Programm für eine gefährdete Stätte. „Ab 2012“ bezeichnet hier die Projektphase, nicht den Abschluss aller Arbeiten.
Amtlicher Beschlusstext zur Erhaltung der archäologischen Gebiete. Echter moderner Beschluss, kein römisches Protokoll. Wortlaut und Kontext bei UNESCO.
UNESCO World Heritage Committee
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Das Forum: Købkes Blick von 1841
1841 · Eine Stadt im Wiederaufbau
Ein Gemälde der Ruinenstadt aus dem 19. Jahrhundert, kein Bild des Ausbruchstags. Die ausgegrabenen Säulen und der Berg vermitteln die spätere Wahrnehmung Pompejis. Der genaue Vulkanumriss von 79 lässt sich daraus nicht ableiten.
Christen Købke · J. Paul Getty Museum · Public Domain · Wikimedia Commons · dokumentiertes Objekt
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Bacchus & der Vesuv: eine antike Wandmalerei
Antike Malerei; moderne Fotografie · Straßen, Brot & Hausgötter
Das Fresko aus dem Haus des Centenarius verbindet Bacchus, Wein und eine kultivierte Berglandschaft. Es belegt religiöse Bildsprache, nicht die exakte geologische Form des Vesuv vor 79. Das Foto enthält eine Urhebermarkierung; die Datei wurde nicht beschnitten. Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/
Antiker Maler unbekannt · Foto: Chappsnet · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons · dokumentiertes Objekt
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Kultbild in der Garküche des Vetutius Placidus
Antike Malerei; moderne Fotografie · Straßen, Brot & Hausgötter
Ein originales antikes Kultbild an einem Ort des Essens und Arbeitens. Das Bild verbindet gewerbliche und religiöse Räume. Commons kennzeichnet das Foto als gemeinfrei; italienische Kulturgüterregeln können unabhängig vom Urheberrecht relevant sein. Keine Behauptung einer universellen Wiedergabefreigabe.
Antiker Maler unbekannt · Foto: Gary Todd · Public Domain · Wikimedia Commons · dokumentiertes Objekt
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Die drei Grazien: Mythologie an der Wand
Antike Malerei; moderne Fotografie · Straßen, Brot & Hausgötter
Ein Fresko aus Pompeji, heute in Neapel. Die überlieferte Bildwelt zeigt kulturelle Vorstellungen und dekorative Ansprüche. Sie ist keine Fotografie realer Einwohnerinnen und erzählt nicht deren Biografien.
Römischer Maler unbekannt · Reproduktion: Bridgeman Art Library, 509706 · Public Domain · PD-Art · Wikimedia Commons · dokumentiertes Objekt
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Hera & Zeus: Bild aus dem Haus des tragischen Dichters
Antike Malerei; moderne Fotografie · Straßen, Brot & Hausgötter
Mythologische Wandmalerei, Museum in Neapel, Inventar 9559. Eine erhaltene antike Darstellung, deren Entnahme und museale Aufbewahrung ebenfalls zur Fundgeschichte gehören. Foto unverändert übernommen. Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/
Antiker Maler unbekannt · Foto: Chappsnet · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons · dokumentiertes Objekt
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Historisches Foto der Opferabgüsse · sensible Darstellung
1870er Jahre · Was ein Abguss zeigt
Die Aufnahme aus dem 19. Jahrhundert zeigt Abgüsse verstorbener Menschen, keine versteinerten Körper. Die Formen entstanden durch das Ausgießen von Hohlräumen. Weder Namen noch Beziehungen oder letzte Gedanken sind aus dieser Aufnahme sicher erschließbar.
Giorgio Sommer · The Metropolitan Museum of Art · CC0 · Wikimedia Commons · dokumentiertes Objekt
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Herculaneum: Ruinen unter der heutigen Stadt
Moderne Fotografie · Herculaneums Küste
Das moderne Foto macht den Höhenunterschied zwischen Ausgrabung und heutiger Bebauung sichtbar. Es ist kein Beleg für die genaue Küstenlinie von 79. Die besondere Erhaltung von Holz, Textilien und Schriftträgern unterscheidet Herculaneum von Pompeji. Unverändertes Foto; Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/
Sumit Surai · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons · dokumentiertes Objekt
Original im Archiv öffnenFunddokumentation: die Kohleinschrift vom 17. Oktober
Antike Inschrift; Dossier 2018 · August oder Oktober?
Redaktionelle Ersatzansicht · kein Originalscan

Bild: KI-Kontextrekonstruktion, nicht das Dokument. Der folgende eigene Text erläutert die Station und ersetzt keine Abschrift.
Der traditionelle 24. August stammt aus der Textüberlieferung von Plinius. Eine Kohleinschrift im Haus mit dem Garten nennt dagegen den 17. Oktober und spricht im Fundkontext für einen späteren Ausbruch. Sie nennt selbst kein Jahr und beweist nicht den 24. Oktober als Ausbruchstag. Hier bleibt das genaue Datum ausdrücklich offen.
Das offizielle PDF zeigt den Fund und seinen Kontext. Der Text nennt den 17. Oktober, ohne Jahr. Die Schlussfolgerung zum Ausbruchsdatum ist moderne Forschung. Die Dokumentation öffnet beim Park; hier wird kein nachgezeichneter Scan als Original präsentiert.
Parco Archeologico di Pompei
Original im Archiv öffnenOriginalfunde: Holz, Textilien & Schriftträger
Vor 79; moderne Funddokumentation · Neue Funde, offene Fragen
Redaktionelle Ersatzansicht · kein Originalscan

Bild: KI-Kontextrekonstruktion, nicht das Dokument. Der folgende eigene Text erläutert die Station und ersetzt keine Abschrift.
Die Kohleinschrift, renovierte Wohnräume und neue Untersuchungen verändern das Bild von Pompeji. Organische Funde aus Herculaneum ergänzen es um Türen, Möbel, Textilien und Schriftträger. Forschung kombiniert Texte, Schichten und Objekte, statt eine Quelle für alles sprechen zu lassen. Unsicherheit ist dabei Teil der Geschichte, kein Fehler, den eine KI mit erfundenen Details schließen darf.
Offizielle Objektübersicht des Parks. Möbel, Türen, Nahrung und Schreibmaterial machen eine besondere Erhaltung sichtbar. Nicht jedes erhaltene Holzstück ist verkohlt. Die moderne Dokumentation wird nicht mit einem antiken Schriftstück verwechselt.
Parco Archeologico di Ercolano
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Forum von Pompeji mit dem Vesuv
2021 · Straßen, Brot & Hausgötter
Das politische und religiöse Zentrum der Stadt; im Hintergrund der heutige Vesuv, dessen Gestalt sich seit 79 verändert hat.
Commonists · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
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Via dell'Abbondanza heute
2023 · Bimsregen über Pompeji
Die Hauptstraße mit Trittsteinen. Hier fiel 79 der Bims meterhoch; heute ist sie freigelegt.
Adam Harangozó · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
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Das Amphitheater von Pompeji
2020 · Eine Stadt im Wiederaufbau
Eines der ältesten erhaltenen Steinamphitheater, um 70 v. Chr. erbaut – Teil der Stadt, die nach dem Beben von 62/63 weiterlebte.
Marco Ober · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
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Stabiae: Atrium der Villa San Marco
2007 · Plinius stirbt bei Stabiae
Eine Villa im antiken Stabiae, wo Plinius der Ältere starb. Nicht der Ort seines Todes, sondern das Umfeld.
AlMare · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons
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Gemälde: Das Forum von Pompeji, 1841
1841 · Ausgrabung statt Zeitkapsel
Ein historisches Gemälde, kein Foto: So sahen Reisende des 19. Jahrhunderts die Ausgrabung.
Christen Schjellerup Købke · J. Paul Getty Museum · Public Domain · Wikimedia Commons
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Der Vesuv aus der Luft
2007 · Neue Funde, offene Fragen
Der heutige Krater. Der Vulkan ist aktiv und wird permanent überwacht.
Pastorius · CC BY 2.5 · Wikimedia Commons
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Amedeo Maiuri in Pompeji, 1952
1952 · Maiuri: die Stadt als Ganzes
Fotografie von Federico Patellani: der Grabungsleiter, der Pompeji und Herculaneum von 1924 bis 1961 prägte.
Federico Patellani · Public domain · Wikimedia Commons
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Grabungsgelände von Herculaneum
23.07.2015 · Welterbe: mehr als Pompeji
Blick in die tief unter dem heutigen Ercolano liegende Ausgrabung – Teil der Welterbestätte seit 1997.
Jebulon · CC0 · Wikimedia Commons
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Der antike Strand von Herculaneum
08.03.2019 · Heiße pyroklastische Ströme
Die ehemalige Küstenlinie vor den Bootshäusern, die pyroklastische Ströme 79 erreichten. Heute liegt das Meer weit entfernt; das Bild zeigt keine Opfer.
Lucamato · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
Original im Archiv öffnenC. Plinius Caecilius Secundus · Epistularum liber VI
um 106–107 · Zwei Briefe an Tacitus
Redaktionelle Ersatzansicht · kein Originalscan

Bild: KI-Kontextrekonstruktion, nicht das Dokument. Der folgende eigene Text erläutert die Station und ersetzt keine Abschrift.
Mehr als zwei Jahrzehnte nach dem Ausbruch schrieb Plinius an den Historiker Tacitus. Brief 6.16 behandelt seinen Onkel, Brief 6.20 seine eigenen Erfahrungen mit seiner Mutter. Antike Originalhandschriften sind nicht erhalten; wir lesen einen durch Abschriften überlieferten Text. Die Briefe sind die zentrale erhaltene schriftliche Augenzeugenquelle, nicht Stimmen aus Pompejis Straßen.
Lateinischer Text des sechsten Briefbuchs mit den Briefen 6.16 und 6.20 an Tacitus. Moderne Textausgabe, keine Handschrift.
The Latin Library · lateinischer Text
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Lararium in VI 13,2 – 1943 zerstört
Aquarell, veröffentlicht 1882 · Bombenschäden und Wiederaufbau
Aquarell eines Hausheiligtums, das bei den Bombenangriffen 1943 zerstört wurde. Zeigt den Zustand vor dem Krieg, nicht die Schäden selbst.
Geremia Discanno · Public domain · Wikimedia Commons
Original im Archiv öffnenAntiquario Inventario n. 3 (1946): Liste der Bombenschäden
1946 · Bombenschäden und Wiederaufbau
Redaktionelle Ersatzansicht · kein Originalscan

Bild: KI-Kontextrekonstruktion, nicht das Dokument. Der folgende eigene Text erläutert die Station und ersetzt keine Abschrift.
Im August und September 1943 trafen alliierte Bomben auch Pompejis archäologische Stätte. Antike Bauten und Museumsräume wurden beschädigt; das Antiquarium verlor eine Galerie und Teile seiner Sammlung. Damit kam zur Katastrophe von 79 eine moderne Zerstörungsgeschichte hinzu.
Auszüge aus dem Inventar von 1946, das die beim Bombenangriff 1943 beschädigten Fundstücke verzeichnet.
Parco Archeologico di Pompei · Pompeii Commitment
Original im Archiv öffnenCompendium of bomb damage at Pompeii
undatiert · Bombenschäden und Wiederaufbau
Redaktionelle Ersatzansicht · kein Originalscan

Bild: KI-Kontextrekonstruktion, nicht das Dokument. Der folgende eigene Text erläutert die Station und ersetzt keine Abschrift.
Im August und September 1943 trafen alliierte Bomben auch Pompejis archäologische Stätte. Antike Bauten und Museumsräume wurden beschädigt; das Antiquarium verlor eine Galerie und Teile seiner Sammlung. Damit kam zur Katastrophe von 79 eine moderne Zerstörungsgeschichte hinzu.
Archivmappe zu den Kriegsschäden in Pompeji im Getty Research Institute.
Getty Research Institute · Vander Poel Campanian collection
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Baustelle an der Casa dei Casti Amanti
01.10.2014 · Erhalten statt nur freilegen
Schutzdächer und Arbeitsgerüste während der Erhaltungsarbeiten in der Zeit des Grande Progetto Pompei.
EnzoReporter · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons
Original im Archiv öffnenGrande Progetto Pompei – offizielle Projektseite
ab 2012 · Erhalten statt nur freilegen
Redaktionelle Ersatzansicht · kein Originalscan

Bild: KI-Kontextrekonstruktion, nicht das Dokument. Der folgende eigene Text erläutert die Station und ersetzt keine Abschrift.
Das Grande Progetto Pompei rückte in den frühen 2010er-Jahren Sicherung, Restaurierung und Management in den Mittelpunkt. Europäische Unterstützung half bei einem umfangreichen Programm für eine gefährdete Stätte. „Ab 2012“ bezeichnet hier die Projektphase, nicht den Abschluss aller Arbeiten.
Offizielle Darstellung des mit EU-Mitteln finanzierten Erhaltungsprogramms.
Parco Archeologico di Pompei
Original im Archiv öffnenVicolo di Tesmo in Regio IX
11.04.2019 · Regio IX: Arbeit, Abhängigkeit, Baustellen
Gasse zwischen den Insulae IX 5 und IX 4 – Teil des Stadtviertels, in dem 2023/24 neu gegraben wurde. Nicht die neue Grabungsfläche selbst.
Sailko · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
Original im Archiv öffnenE-Journal degli Scavi di Pompei
ab 2023 · Regio IX: Arbeit, Abhängigkeit, Baustellen
Redaktionelle Ersatzansicht · kein Originalscan

Bild: KI-Kontextrekonstruktion, nicht das Dokument. Der folgende eigene Text erläutert die Station und ersetzt keine Abschrift.
2023 begannen neue stratigraphische Untersuchungen in Regio IX, Insula 10, im Zusammenhang mit Sicherungsarbeiten. Im Haus IX 10,1 lagen Wohnräume mit Malereien des Vierten Stils neben einem Produktionsbereich mit Bäckerei. Drei Opfer wurden in einem Raum entdeckt; ihre Fundlage ist nicht mit einer vollständigen persönlichen Biografie gleichzusetzen.
Offizielle Grabungsberichte des Parks, darunter die Berichte zu den neuen Funden in Regio IX.
Parco Archeologico di Pompei
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