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1755 · 1. Nov. 1755

Erdbeben von Lissabon

Allerheiligen 1755: Ein Erdbeben, ein Tsunami und tagelanges Feuer zerstören Lissabon – und stellen Europas Glauben an eine gute Weltordnung infrage.

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  1. KI: Die reiche Hafenstadt

    1 · um 1750 · KI-Rekonstruktion

    Die reiche Hafenstadt

    Um 1750 ist Lissabon eine der größten Städte Europas, mit geschätzt 200.000 Einwohnern. Gold und Diamanten aus Brasilien laufen über ihren Hafen am Tejo. Am Fluss liegt der Ribeira-Palast der Könige, dahinter dichte, verwinkelte Gassen aus Mittelalter und Renaissance. Einen Eindruck vom alten Stadtbild geben nur Stiche wie die Ansicht von Braun und Hogenberg aus dem 16. Jahrhundert.

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  2. KI: Ein Opernhaus für 215 Tage

    2 · 31.3.1755 · KI-Rekonstruktion

    Ein Opernhaus für 215 Tage

    Am 31. März 1755 eröffnet König José I. neben dem Palast die prächtige Ópera do Tejo. Sie gilt als eines der aufwendigsten Theater Europas. Nach nur 215 Tagen ist sie Geschichte: Beben und Feuer zerstören sie im November. Ein Stich von Jacques-Philippe Le Bas zeigt 1757 ihre Ruine. Teile des Mauerwerks wurden später in andere Bauten einbezogen.

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  3. KI: Allerheiligen

    3 · 1.11.1755 · Morgen · KI-Rekonstruktion

    Allerheiligen

    Der 1. November 1755 ist ein Samstag und Allerheiligen. Am Morgen sind die Kirchen voll, auf den Altären brennen unzählige Kerzen. Diese Kerzen werden zur zweiten Katastrophe: Als die Gebäude einstürzen, fallen sie in Holz, Stoffe und Bücher und entfachen Brände in der ganzen Stadt.

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  4. KI: Die Erde bebt

    4 · 1.11.1755 · ca. 9:40 · KI-Rekonstruktion

    Die Erde bebt

    Gegen 9:40 Uhr beginnt das Beben, mit mehreren Stößen über einige Minuten. Das Epizentrum lag im Atlantik, südwestlich vor der Küste Portugals. Die Stärke wird heute rückblickend auf etwa 7,7 bis 9,0 geschätzt – gemessen hat damals niemand. Der englische Geistliche Charles Davy spürte, wie zuerst sein Schreibtisch sanft zu zittern begann.

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  5. KI: Kirchen stürzen ein

    5 · 1.11.1755 · KI-Rekonstruktion

    Kirchen stürzen ein

    Die schweren Steingewölbe vieler Kirchen brechen ein, darunter das der gotischen Karmeliterkirche. Viele Gläubige sterben unter den Trümmern. Auch die Patriarchalkirche und zahlreiche Paläste werden zerstört. Le Bas hielt 1757 die Ruinen in einer Serie von Kupferstichen fest – sie sind heute die wichtigsten Bilder der zerstörten Stadt.

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  6. KI: Flucht ans Wasser

    6 · 1.11.1755 · Vormittag · KI-Rekonstruktion

    Flucht ans Wasser

    Viele Überlebende fliehen aus den engen Gassen an das offene Ufer des Tejo. Dort, so hoffen sie, kann nichts mehr auf sie herabstürzen. Davy kletterte über die Trümmer der Paulskirche zum Fluss. Am Ufer bemerkten die Menschen, dass sich das Wasser auf seltsame Weise zurückzog.

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  7. KI: Der Tsunami

    7 · 1.11.1755 · ca. 10:30 · KI-Rekonstruktion

    Der Tsunami

    Etwa 40 Minuten bis eine Stunde nach dem Beben läuft die erste Welle den Tejo hinauf, mindestens zwei weitere folgen. Sie reißen Menschen vom Ufer und Schiffe von ihren Ankern. Die US-Behörde NOAA schätzt in Lissabon etwa 1.000 Tsunami-Tote; an der Algarve bei Lagos könnte die Welle bis zu 30 Meter hoch gewesen sein. Davy überlebte, weil er sich an einen Balken klammerte.

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  8. KI: Tagelanges Feuer

    8 · 1.–ca. 6.11.1755 · KI-Rekonstruktion

    Tagelanges Feuer

    Aus umgestürzten Kerzen und Herdfeuern entstehen Brände, die sich zu einem Flächenbrand vereinen. Er wütet mehrere Tage; manche Berichte sprechen von fünf oder sechs, andere von mehr als einer Woche. Das Feuer vernichtet, was das Beben stehen ließ. Insgesamt starben nach Schätzungen 30.000 bis 60.000 Menschen – eine genaue Zahl kennt niemand.

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  9. KI: Palast und Bibliothek verloren

    9 · 1.11.1755 · KI-Rekonstruktion

    Palast und Bibliothek verloren

    Der Ribeira-Palast, Sitz der Könige seit dem 16. Jahrhundert, wird zerstört. Mit ihm verbrennt die königliche Bibliothek; oft genannt werden etwa 70.000 Bände – eine Schätzung, kein überliefertes Inventar. Verloren gehen auch Archive zur portugiesischen Seefahrt, Gemälde und Karten. Viele Spuren der Entdeckungszeit sind seitdem für immer verschwunden.

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  10. KI: Der König im Zelt

    10 · Nov. 1755 · KI-Rekonstruktion

    Der König im Zelt

    Die Königsfamilie war an diesem Morgen außerhalb der Stadt in Belém und überlebte. König José I. soll danach eine tiefe Angst vor Steinmauern entwickelt haben. Der Hof lebte lange in Zelten und Holzbauten auf dem Hügel von Ajuda. Der genaue Aufenthaltsort am Morgen ist nur aus späteren Berichten bekannt.

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  11. KI: Die Toten begraben, die Lebenden versorgen

    11 · ab Nov. 1755 · KI-Rekonstruktion

    Die Toten begraben, die Lebenden versorgen

    Der Minister Sebastião José de Carvalho e Melo, später Marquês de Pombal, übernimmt die Krisenleitung. Soldaten sichern die Stadt, Lebensmittel werden verteilt, Plünderer hart bestraft. Ihm wird der Satz zugeschrieben, man solle die Toten begraben und die Lebenden versorgen. Ob er ihn so sagte, ist nicht belegt; er beschreibt aber sein nüchternes Krisenprogramm.

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  12. KI: Wellen über den Atlantik

    12 · 1.11.1755 · KI-Rekonstruktion

    Wellen über den Atlantik

    Die Wellen treffen auch Cádiz in Spanien und die marokkanischen Häfen Safi und Agadir. In Marokko starben womöglich weitere Tausende. Nach etwa fünf Stunden erreicht der Tsunami die Britischen Inseln, nach neun bis zehn Stunden die Karibik. Auf Barbados, Martinique und Antigua werden Wellen von rund einem Meter verzeichnet.

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  13. KI: Voltaires Gedicht

    13 · 1756 · KI-Rekonstruktion

    Voltaires Gedicht

    Voltaire, damals auf seinem Landsitz Les Délices bei Genf, schreibt das „Gedicht über die Katastrophe von Lissabon“, gedruckt 1756. Er greift die optimistische Lehre an, alles sei gut, wie es ist. Warum, fragt er, sollte Lissabon sündiger gewesen sein als Paris? 1759 verspottet er dieselbe Lehre in seinem Roman „Candide“.

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  14. KI: Rousseaus Antwort

    14 · 18.8.1756 · KI-Rekonstruktion

    Rousseaus Antwort

    Jean-Jacques Rousseau antwortet Voltaire am 18. August 1756 mit einem langen Brief. Er widerspricht: Nicht die Natur, sondern die Menschen seien mitschuldig. Sie hätten 20.000 Häuser mit sechs, sieben Stockwerken eng aneinander gebaut; verstreut wohnend, wären weniger gestorben. Viele lesen darin einen frühen Gedanken über menschengemachte Risiken.

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  15. KI: Kant sucht natürliche Ursachen

    15 · 1756 · KI-Rekonstruktion

    Kant sucht natürliche Ursachen

    Der junge Immanuel Kant veröffentlicht 1756 in Königsberg drei Schriften über das Erdbeben. Er sammelt Berichte aus Zeitungen und sucht natürliche statt göttliche Ursachen. Seine Erklärung mit unterirdischen Hohlräumen und Gasen ist längst überholt. Wichtig bleibt der Ansatz, eine Naturkatastrophe als Gegenstand der Wissenschaft zu behandeln.

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  16. KI: Ein Fragebogen an alle Pfarreien

    16 · 26.1.1756 · KI-Rekonstruktion

    Ein Fragebogen an alle Pfarreien

    Am 26. Januar 1756 lässt Carvalho e Melo über die Bischöfe einen Fragebogen mit 13 Fragen an die Pfarrer verschicken: Wann begann das Beben, wie lange dauerte es, was geschah mit Brunnen und Meer, wie viele starben? Die Antworten sind ein frühes systematisches Erdbeben-Archiv. Deshalb gilt die Umfrage als ein Ursprung der modernen Seismologie.

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  17. KI: Eine neue Stadt im Raster

    17 · ab 1758 · KI-Rekonstruktion

    Eine neue Stadt im Raster

    Die Ingenieure Manuel da Maia, Eugénio dos Santos und Carlos Mardel planen die Unterstadt neu: gerade, breite Straßen im Raster, einheitliche Fassaden und am Fluss die große Praça do Comércio. In die Häuser kommt die „Gaiola“, ein Holzkäfig aus diagonal verstrebten Balken, der bei Erschütterungen nachgibt statt zu brechen – eine der ersten erdbebensicheren Bauweisen.

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  18. KI: Erinnerung in Stein

    18 · 1761 · 1875 · heute · KI-Rekonstruktion

    Erinnerung in Stein

    Der Jesuit Gabriel Malagrida, der das Beben als Strafe Gottes predigte, wird 1761 im Zuge politischer und Inquisitionsprozesse hingerichtet. 1875 wird der Triumphbogen der Rua Augusta vollendet. Die dachlose Carmo-Kirche blieb bewusst als Ruine stehen und beherbergt heute ein archäologisches Museum. Die Baixa steht auf der Vorschlagsliste für das UNESCO-Welterbe.

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Lissabon vor dem Beben und die Ruine heute

Braun & Hogenberg um 1572
Braun & Hogenberg um 1572
Carmo-Ruine · Foto 2003
Carmo-Ruine · Foto 2003
  • Georg Braun, Franz Hogenberg · Public domain
  • Chris Adams (CC BY-SA 3.0)

Audioguide · 8 Kapitel

KI-Sprecher · Bilder: KI-Rekonstruktionen, keine historischen Aufnahmen

  1. 1 · um 1750Die reiche Hafenstadt

    Bild: KI-Rekonstruktion, keine historische Aufnahme

    Lissabon, im Herbst siebzehnhundertfünfundfünfzig. Am breiten Tejo liegen Schiffe aus Brasilien, beladen mit Zucker, Tabak und Gold. Direkt am Wasser steht der Palast des Königs.

    Hinter dem Palast steigen enge Gassen die Hügel hinauf, gesäumt von Kirchen und Klöstern. Kaum eine Stadt Europas ist so reich und so fromm. Und kaum jemand ahnt, wie verwundbar sie ist.

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  2. 2 · 1.11.1755 · ca. 9:40Die Erde bebt

    Bild: KI-Rekonstruktion, keine historische Aufnahme

    Gegen zwanzig vor zehn beginnt der Boden zu zittern. Zuerst sanft, dann so heftig, dass Häuser und Kirchtürme in sich zusammenfallen.

    Der Engländer Charles Davy sitzt gerade an einem Brief. Er schreibt später, sein Tisch habe sich bewegt, obwohl kein Windhauch ging. Wenige Minuten später liegt die Unterstadt in Trümmern.

    Quelle zur Station
  3. 3 · 1.11.1755 · ca. 10:30Der Tsunami

    Bild: KI-Rekonstruktion, keine historische Aufnahme

    Am Ufer stehen Tausende. Dann sehen sie etwas Unheimliches: Das Wasser weicht zurück und legt den schlammigen Grund frei.

    Davy schreibt, plötzlich habe sich eine gewaltige Wassermasse erhoben, wie ein Berg. Die Welle überspült den Kai. Davy überlebt nur, weil er einen schweren Balken zu fassen bekommt. Noch zwei weitere Wellen folgen.

    Quelle zur Station
  4. 4 · 1.–ca. 6.11.1755Tagelanges Feuer

    Bild: KI-Rekonstruktion, keine historische Aufnahme

    Nach dem Wasser kommt das Feuer. Kerzen, Öllampen und Herde setzen die Trümmer in Brand. Ein Wind facht die Flammen an.

    Tagelang brennt die Unterstadt. Wie viele Menschen sterben, weiß bis heute niemand genau. Die Schätzungen reichen von dreißigtausend bis sechzigtausend.

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  5. 5 · ab Nov. 1755Die Toten begraben, die Lebenden versorgen

    Bild: KI-Rekonstruktion, keine historische Aufnahme

    In den Trümmern übernimmt ein Mann die Führung: der Minister Carvalho e Melo, den man später Marquês de Pombal nennen wird.

    Er lässt Soldaten aufmarschieren, Getreide verteilen und Tote rasch bestatten, um Seuchen zu verhindern. Ihm wird der Satz zugeschrieben: Begrabt die Toten und versorgt die Lebenden. Belegt ist er nicht, aber er fasst sein Vorgehen zusammen.

    Quelle zur Station
  6. 6 · 1756Voltaires Gedicht

    Bild: KI-Rekonstruktion, keine historische Aufnahme

    Die Nachricht erreicht ganz Europa. Am Genfer See greift der Philosoph Voltaire zur Feder.

    In einem langen Gedicht fragt er, wie ein gütiger Gott Kinder unter Trümmern sterben lassen könne. War Lissabon sündiger als Paris? Mit dieser Frage beginnt eine der großen Debatten der Aufklärung.

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  7. 7 · 26.1.1756Ein Fragebogen an alle Pfarreien

    Bild: KI-Rekonstruktion, keine historische Aufnahme

    Pombal will verstehen, was geschehen ist. Im Januar siebzehnhundertsechsundfünfzig schickt er einen Fragebogen in alle Pfarreien des Landes.

    Dreizehn Fragen: Wann begann das Beben, wie lange dauerte es, stieg oder fiel das Wasser in den Brunnen? Die Antworten der Pfarrer gelten heute als eines der ersten wissenschaftlichen Erdbeben-Archive.

    Quelle zur Station
  8. 8 · ab 1758Eine neue Stadt im Raster

    Bild: KI-Rekonstruktion, keine historische Aufnahme

    Statt die alten Gassen wieder aufzubauen, plant Pombals Team eine völlig neue Unterstadt: gerade Straßen, gleich hohe Häuser, ein weiter Platz am Fluss.

    In den Mauern steckt ein Geheimnis: ein Käfig aus schräg verstrebten Holzbalken, die Gaiola. Er soll ein Haus bei einem Beben zusammenhalten. Man testete das Prinzip an Modellen, indem Soldaten rundherum marschierten.

    Quelle zur Station

Originalquellen · 25

Jede Quelle mit Datum, Urheber, Lizenz und Einordnung. Der Link führt zum Original im Archiv.

  • Charles Davy · Augenzeugenbrief

    1755 · gedruckt 1914 · Die Erde bebt

    Charles Davy · eyewitness letter — English text:

    It was on the morning of this fatal day, between the hours of nine and ten, that I was set down in my apartment, just finishing a letter, when the papers and table I was writing on began to tremble with a gentle motion, which rather surprised me, as I could not perceive a breath of wind stirring.

    Deutsche Kurzfassung (redaktionell, keine Übersetzung im Wortlaut):

    An diesem Morgen zwischen neun und zehn begannen Papiere und Tisch, an dem Davy schrieb, sanft zu zittern, obwohl kein Wind ging.

    Augenzeugenbericht des englischen Geistlichen Charles Davy, abgedruckt bei Eva March Tappan, The World's Story (1914), in der modernisierten Fassung des Internet Modern History Sourcebook. Wortlaut kann von der Erstausgabe abweichen; nur Bildungsnutzung.

    Charles Davy · Public domain (Text) · Transkription der Quelle · Internet Modern History Sourcebook · Fordham

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  • Charles Davy · Augenzeugenbrief

    1755 · gedruckt 1914 · Flucht ans Wasser

    Charles Davy · eyewitness letter — English text:

    I hastened out of the house and through the narrow streets, where the buildings either were down or were continually falling, and climbed over the ruins of St. Paul's Church to get to the river's side, where I thought I might find safety.

    Deutsche Kurzfassung (redaktionell, keine Übersetzung im Wortlaut):

    Davy floh durch die engen Straßen, in denen Häuser einstürzten, und kletterte über die Trümmer der Paulskirche zum Fluss.

    Augenzeugenbericht des englischen Geistlichen Charles Davy, abgedruckt bei Eva March Tappan, The World's Story (1914), in der modernisierten Fassung des Internet Modern History Sourcebook. Wortlaut kann von der Erstausgabe abweichen; nur Bildungsnutzung.

    Charles Davy · Public domain (Text) · Transkription der Quelle · Internet Modern History Sourcebook · Fordham

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  • Charles Davy · Augenzeugenbrief

    1755 · gedruckt 1914 · Der Tsunami

    Charles Davy · eyewitness letter — English text:

    In an instant there appeared, at some small distance, a large body of water, rising as it were like a mountain.

    Deutsche Kurzfassung (redaktionell, keine Übersetzung im Wortlaut):

    Plötzlich erhob sich in kurzer Entfernung eine große Wassermasse, wie ein Berg.

    Augenzeugenbericht des englischen Geistlichen Charles Davy, abgedruckt bei Eva March Tappan, The World's Story (1914), in der modernisierten Fassung des Internet Modern History Sourcebook. Wortlaut kann von der Erstausgabe abweichen; nur Bildungsnutzung.

    Charles Davy · Public domain (Text) · Transkription der Quelle · Internet Modern History Sourcebook · Fordham

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  • Charles Davy · Augenzeugenbrief

    1755 · gedruckt 1914 · Der Tsunami

    Charles Davy · eyewitness letter — English text:

    For my own part I had the narrowest escape, and should certainly have been lost, had I not grasped a large beam that lay on the ground, till the water returned to its channel, which it did almost at the same instant, with equal rapidity.

    Deutsche Kurzfassung (redaktionell, keine Übersetzung im Wortlaut):

    Davy entkam nur knapp, weil er einen großen Balken festhielt, bis das Wasser ebenso schnell zurückfloss.

    Augenzeugenbericht des englischen Geistlichen Charles Davy, abgedruckt bei Eva March Tappan, The World's Story (1914), in der modernisierten Fassung des Internet Modern History Sourcebook. Wortlaut kann von der Erstausgabe abweichen; nur Bildungsnutzung.

    Charles Davy · Public domain (Text) · Transkription der Quelle · Internet Modern History Sourcebook · Fordham

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  • Charles Davy · Augenzeugenbrief

    1755 · gedruckt 1914 · Der Tsunami

    Charles Davy · eyewitness letter — English text:

    This last dreadful incident I did not see with my own eyes, as it passed three or four stones' throws from the spot where I then was; but I had the account as here given from several masters of ships, who were anchored within two or three hundred yards of the quay, and saw the whole catastrophe.

    Deutsche Kurzfassung (redaktionell, keine Übersetzung im Wortlaut):

    Den Untergang des Kais sah Davy nicht selbst; er stützt sich auf Schiffskapitäne, die in der Nähe vor Anker lagen.

    Augenzeugenbericht des englischen Geistlichen Charles Davy, abgedruckt bei Eva March Tappan, The World's Story (1914), in der modernisierten Fassung des Internet Modern History Sourcebook. Wortlaut kann von der Erstausgabe abweichen; nur Bildungsnutzung.

    Charles Davy · Public domain (Text) · Transkription der Quelle · Internet Modern History Sourcebook · Fordham

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  • Voltaire · Gedicht über Lissabon

    1756 · engl. 1906 · Voltaires Gedicht

    Voltaire · Poem on Lisbon — English text:

    Oh wretched man, earth-fated to be cursed; Abyss of plagues, and miseries the worst!

    Deutsche Kurzfassung (redaktionell, keine Übersetzung im Wortlaut):

    Unglücklicher Mensch, dazu verdammt, auf dieser Erde zu leiden – ein Abgrund von Plagen und Elend.

    Englische Übersetzung von William F. Fleming in The Works of Voltaire, Bd. 36 (1906). Literarisches Werk, kein Augenzeugenbericht; Zahlen sind Rhetorik.

    Voltaire · Übers. William F. Fleming · Public domain (Text) · Transkription der Quelle · The Works of Voltaire 36 · Wikisource

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  • Voltaire · Gedicht über Lissabon

    1756 · engl. 1906 · Voltaires Gedicht

    Voltaire · Poem on Lisbon — English text:

    And can you then impute a sinful deed To babes who on their mothers' bosoms bleed?

    Deutsche Kurzfassung (redaktionell, keine Übersetzung im Wortlaut):

    Kann man Kindern, die an der Brust ihrer Mütter verbluten, eine Sünde vorwerfen?

    Englische Übersetzung von William F. Fleming in The Works of Voltaire, Bd. 36 (1906). Literarisches Werk, kein Augenzeugenbericht; Zahlen sind Rhetorik.

    Voltaire · Übers. William F. Fleming · Public domain (Text) · Transkription der Quelle · The Works of Voltaire 36 · Wikisource

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  • Voltaire · Gedicht über Lissabon

    1756 · engl. 1906 · Voltaires Gedicht

    Voltaire · Poem on Lisbon — English text:

    Was then more vice in fallen Lisbon found, Than Paris, where voluptuous joys abound?

    Deutsche Kurzfassung (redaktionell, keine Übersetzung im Wortlaut):

    Gab es im gefallenen Lissabon mehr Laster als in Paris, wo die Vergnügungen blühen?

    Englische Übersetzung von William F. Fleming in The Works of Voltaire, Bd. 36 (1906). Literarisches Werk, kein Augenzeugenbericht; Zahlen sind Rhetorik.

    Voltaire · Übers. William F. Fleming · Public domain (Text) · Transkription der Quelle · The Works of Voltaire 36 · Wikisource

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  • Voltaire · Gedicht über Lissabon

    1756 · engl. 1906 · Voltaires Gedicht

    Voltaire · Poem on Lisbon — English text:

    Say what advantage can result to all, From wretched Lisbon's lamentable fall?

    Deutsche Kurzfassung (redaktionell, keine Übersetzung im Wortlaut):

    Welchen Nutzen soll der jammervolle Fall Lissabons für alle haben?

    Englische Übersetzung von William F. Fleming in The Works of Voltaire, Bd. 36 (1906). Literarisches Werk, kein Augenzeugenbericht; Zahlen sind Rhetorik.

    Voltaire · Übers. William F. Fleming · Public domain (Text) · Transkription der Quelle · The Works of Voltaire 36 · Wikisource

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  • Voltaire · Candide, Kap. V

    1759 · engl. Ausgabe 1918 · Voltaires Gedicht

    Voltaire · Candide, ch. V — English text:

    The same day the earth sustained a most violent concussion.

    Deutsche Kurzfassung (redaktionell, keine Übersetzung im Wortlaut):

    Am selben Tag erlitt die Erde eine gewaltige Erschütterung.

    Satirischer Roman (1759) in einer gemeinfreien englischen Ausgabe (Project Gutenberg #19942). Die Handlung ist erfunden und kein Beleg für reale Ereignisse.

    Voltaire · Public domain (Text) · Transkription der Quelle · Project Gutenberg #19942

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  • Voltaire · Candide, Kap. V

    1759 · engl. Ausgabe 1918 · Voltaires Gedicht

    Voltaire · Candide, ch. V — English text:

    Candide fainted away, and Pangloss fetched him some water from a neighbouring fountain.

    Deutsche Kurzfassung (redaktionell, keine Übersetzung im Wortlaut):

    Candide fiel in Ohnmacht, und Pangloss holte Wasser von einem nahen Brunnen.

    Satirischer Roman (1759) in einer gemeinfreien englischen Ausgabe (Project Gutenberg #19942). Die Handlung ist erfunden und kein Beleg für reale Ereignisse.

    Voltaire · Public domain (Text) · Transkription der Quelle · Project Gutenberg #19942

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  • Voltaire · Candide, Kap. V

    1759 · engl. Ausgabe 1918 · Voltaires Gedicht

    Voltaire · Candide, ch. V — English text:

    The following day they rummaged among the ruins and found provisions, with which they repaired their exhausted strength.

    Deutsche Kurzfassung (redaktionell, keine Übersetzung im Wortlaut):

    Am nächsten Tag durchsuchten sie die Trümmer und fanden Vorräte, mit denen sie sich stärkten.

    Satirischer Roman (1759) in einer gemeinfreien englischen Ausgabe (Project Gutenberg #19942). Die Handlung ist erfunden und kein Beleg für reale Ereignisse.

    Voltaire · Public domain (Text) · Transkription der Quelle · Project Gutenberg #19942

    Original im Archiv öffnen
  • Voltaire · Candide, Kap. VI

    1759 · engl. Ausgabe 1918 · Voltaires Gedicht

    Voltaire · Candide, ch. VI — English text:

    They marched in procession thus habited and heard a very pathetic sermon, followed by fine church music.

    Deutsche Kurzfassung (redaktionell, keine Übersetzung im Wortlaut):

    Sie zogen in Büßergewändern in einer Prozession und hörten eine rührende Predigt mit schöner Kirchenmusik.

    Satirischer Roman (1759) in einer gemeinfreien englischen Ausgabe (Project Gutenberg #19942). Die Handlung ist erfunden und kein Beleg für reale Ereignisse.

    Voltaire · Public domain (Text) · Transkription der Quelle · Project Gutenberg #19942

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  • Lissabon um 1572

    Lissabon um 1572

    um 1572 · Die reiche Hafenstadt

    Kolorierter Stich aus den Civitates orbis terrarum. Zeigt die Stadt fast zwei Jahrhunderte vor dem Beben, nicht den Zustand von 1755.

    Georg Braun, Franz Hogenberg · Public domain · Wikimedia Commons

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  • Ruine der Ópera do Tejo

    Ruine der Ópera do Tejo

    1757 · Ein Opernhaus für 215 Tage

    Kupferstich nach Zeichnungen aus der zerstörten Stadt, zwei Jahre nach dem Beben.

    Jacques-Philippe Le Bas · Public domain · Wikimedia Commons

    Original im Archiv öffnen
  • Lage des Epizentrums

    Lage des Epizentrums

    moderne Karte · Die Erde bebt

    Moderne Übersichtskarte des US Geological Survey; die genaue Lage des Epizentrums ist bis heute umstritten.

    USGS · Public domain · Wikimedia Commons

    Original im Archiv öffnen
  • Ruinen am Patriarchalplatz

    Ruinen am Patriarchalplatz

    1757 · Kirchen stürzen ein

    Aus der Stichserie von Le Bas über die zerstörte Stadt.

    Jacques-Philippe Le Bas · Public domain · Wikimedia Commons

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  • Kupferstich: Beben, Feuer und Flut

    Kupferstich: Beben, Feuer und Flut

    1755 · Der Tsunami

    Zeitgenössische Flugblattdarstellung, die Beben, Brand und Tsunami in einem Bild verdichtet – keine wirklichkeitsgetreue Ansicht.

    Unbekannt / unknown · Public domain · Wikimedia Commons

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  • Porträt des Marquês de Pombal

    Porträt des Marquês de Pombal

    1766 · Die Toten begraben, die Lebenden versorgen

    Repräsentatives Gemälde mit dem wiederaufgebauten Hafen im Hintergrund – Selbstdarstellung des Reformers.

    Louis-Michel van Loo, Claude Joseph Vernet · Public domain · Wikimedia Commons

    Original im Archiv öffnen
  • Laufzeiten des Tsunamis

    Laufzeiten des Tsunamis

    modern, NOAA · Wellen über den Atlantik

    Moderne Modellrechnung der Wellenlaufzeiten über den Atlantik, keine historische Karte.

    NOAA NGDC · Public domain · Wikimedia Commons

    Original im Archiv öffnen
  • Voltaire

    Voltaire

    1735 · Voltaires Gedicht

    Porträt zwanzig Jahre vor dem Beben.

    Maurice Quentin de La Tour · Public domain · Wikimedia Commons

    Original im Archiv öffnen
  • Immanuel Kant

    Immanuel Kant

    Stich vor 1899 · Kant sucht natürliche Ursachen

    Späterer Stich nach einem Gemälde; zeigt Kant im Alter, nicht als jungen Autor von 1756.

    J. L. Raab nach Döbler · Public domain · Wikimedia Commons

    Original im Archiv öffnen
  • Modell der Gaiola pombalina

    Modell der Gaiola pombalina

    Foto 2008 · Eine neue Stadt im Raster

    Modell des erdbebensicheren Holzkäfigs; kein Bauteil von 1758.

    Galinhola · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

    Original im Archiv öffnen
  • Freigelegtes Pombal-Fachwerk

    Freigelegtes Pombal-Fachwerk

    Foto 2024 · Eine neue Stadt im Raster

    Heutige Aufnahme eines freigelegten Holzgerüsts in einem Baixa-Gebäude.

    PatrickIzzy · CC0 · Wikimedia Commons

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  • Carmo-Ruine

    Carmo-Ruine

    Foto 2003 · Erinnerung in Stein

    Die bewusst erhaltene Ruine der beim Beben eingestürzten Kirche.

    Chris Adams · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

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